Freitag, 29. Februar 2008

Obama hat sich enttarnt

Europa schaut gebannt auf das Phänomen Barack Obama - nun hat dieser seinerseits den Alten Kontinent in den Blick genommen und kritisiert mangelndes Engagement in Afghanistan: Man dürfe nicht Amerikanern und Briten die ganze "Drecksarbeit" aufladen.

Quelle: ZDF


Erwartungsvoll sehnen sich die liberalen Kräfte in den USA und Europa den schwarzen Barrack Obama als zukünftigen Präsidenten herbei. "Truppenabzug aus dem Irak" klingt gut. Doch wenn es um andere nicht minder grausame Kriege geht enttarnt sich Obama schnell als nicht minderer Kriegstreiber.

Der Grundansatz der amerikanischen Außenpolitik ist falsch. "You cannot fight terror with terror" sagte Hugo Chávez. Und er hat Recht: Der weltweite Terrorismus entsteht erst durch Waffengewalt zur Ausbeutung der arabischen Länder. Um wirtschaftliche Interessen zu befriedigen und den Kampf ums Öl zu gewinnen wird Krieg geführt. Im Irak, in Afghanistan. Der Vorwand der "Entwicklungshilfe" ist hier nur eine Fassade. Obama verfolgt diesen Grundansatz einer menschenunwürdigen, ausbeuterischen Außenpolitik weiter, liberalisiert ihren Kurs aber, indem er inkonsequenterweise GEGEN den Irak aber FÜR den Afghanistankrieg ist.

Die USA werden wohl weiterhin eine kriegerische Nation bleiben, denn ihr liberalster Präsidentschaftskandidat hat sich so eben entzaubert.

Mittwoch, 27. Februar 2008

Obama for president?

Sachlicher Ton statt Verbalatttacken - beim wichtigen TV-Duell vor den Vorwahlen in Texas und Ohio hielten sich Hillary Clinton und Barack Obama mit persönlichen Angriffen zurück. Erste Analysen sehen Obama vorn. Für Clinton wird es jetzt sehr eng.

Quelle: DIE ZEIT

Dieser Tage wird viel diskutiert wer denn nun den Kriegstreiber aus dem weißen Haus ablöst. Clinton oder Obama - darf die Frage lauten. Das der nächste Präsident ein Demokrat wird ist so gut wie sicher. Demnach wird einiges grundsätzlich neu: Der nächste Präsident wird eine Frau, oder ein schwarzer. Es ist bei der aktuellen Stimmung des Volkes mehr als unwahrscheinlich das ein Republikaner noch einmal ins weiße Haus einzieht. Die Menschen haben Bush durchschaut und sein Kriegskurs verschafft ihm schon seit geraumer Zeit keine Sympathiepunkte mehr.

So wie es derzeit aussieht stehen auch die Chancen nicht schlecht das der schwarze Kandidat Barrack Obama der nächste Präsident der USA wird. Er hat sich zum Ziel gesetzt die Truppen aus dem Irak abzuziehen und Gespräche mit Kuba und Venezuela aufzunehmen, sowie das Handelsboykott aufzuheben. Kommt der "Linksruck" also auch in den USA an?
Eher unwahrscheinlich. Selbst wenn der wohl eher "linke" demokrat Obama an die Macht kommt wird auch er nur zur Marionette der Wirtschaft und zum Sklaven des Kapitals degradiert. Politik ist in den USA schon lange nicht mehr Politik. Die Demokratiekultur weicht dem Wirtschaftsdiktat. Die Rolle der "Weltpolizei" tut ihr übriges.

Grundsätzliche Veränderungen will niemand in diesem Lande. Weder Demokraten noch Republikaner stellen die Systemfrage. Man würde sofort mit alten Feindbildern aus dem kalten Krieg in eine Verbrecherposition abgestellt, würde man den Kapitalismus und das Zweiparteiensystem in Frage stellen. Eine traurige Bilanz der ach so vorbildlichen Demokratie welche der US-amerikanische Agressor mit allen (kriegerischen) Mitteln in die sonst so "unzivilisierte" Welt hinaustragen will. Doch es gibt noch Hoffnung. Selbst in der Hochburg des Klassenfeindes gibt es eine sozialistische und eine kommunistische Partei. Leider sind beide völlig ohne politische Bedeutung, wie eigentlich jede Partei außer den beiden etablierten welche somit willkürlich regieren können.

Auf dem Papier haben die USA keine Kolonien. Aber durch abhängigmachung und Marionettenstaaten und Präsidenten bestimmen in Wirklichkeit die USA - und damit auch die Wirtschaft und das Kapital die Geschicke dieser Welt.
Daran wird auch Barrack Obama nichts ändern. Leider.

Samstag, 23. Februar 2008

Konstantin Wecker

Ein berührendes und ganz tiefgreifendes Resümee unseres Zeitgeistes. Ein Mann, der ganz simpel, die Wahrheit sagt.

Dienstag, 19. Februar 2008

Cuba ohne Fidel

Cubas Staatschef Fidel Castro (81) hat heute in den Nachtstunden seinen Rücktritt als Cubanischer Regierungschef angekündigt. Nach fast 50 Jahren gibt der nun sein Amt ab - und macht Platz für jüngere, denen er sich laut Aussage in einem Interview im Dezember 2007 nicht versperren will. Er sagte er will sich nicht an Ämter klammern, und hielt Wort. In seiner Rücktrittserklärung schrieb er (unter anderem):


„Liebe Landsleute: (...)

Viele Jahre lang habe ich das ehrenvolle Amt des Präsidenten bekleidet. (...) Angesichts meiner kritischen Gesundheit haben im Ausland viele geglaubt, dass mein vorläufiger Rückzug vom Amt des Staatsratspräsidenten, als ich es am 31. Juli 2006 an den ersten Vizepräsidenten Raúl Castro Ruz übergab, endgültig war. Aber Raúl, der wegen seiner eigenen persönlichen Verdienste gleichzeitig Minister der bewaffneten Streitkräfte ist, und andere Genossen der Partei- und der Staatsführung waren nicht gewillt, mich wegen meines instabilen Gesundheitszustands nicht mehr als Teil des öffentlichen Lebens zu betrachten. (...) Meinen geliebten Landsleuten, die mich erst kürzlich in das Parlament gewählt haben (...), sage ich, dass ich die Ämter des Präsidenten und des Oberbefehlshabers weder anstrebe noch annehmen werde. (...) Es wäre ein Verrat an meinem Gewissen, eine Verantwortung anzunehmen, die mehr Beweglichkeit und Hingabe verlangt als die, die ich physisch geben kann. Das sage ich ganz frei von Dramatik. Ich sage Euch nicht Lebewohl. Mein einziger Wunsch ist es, als Soldat der Ideen weiterzukämpfen. Ich werde unter dem Titel 'Betrachtungen des Kameraden Fidel' weiterschreiben. Es ist einfach eine andere Waffe, auf die Ihr zählen könnt. Vielleicht wird meine Stimme ja gehört. Ich werde damit behutsam umgehen. Danke.“



Wünschen wir dem Genossen viel Glück auf seinem weiteren Lebensweg. Venceremos!



Quelle:

taz

Sonntag, 17. Februar 2008

Anti Coca-Cola

Sehr geile Werbung, via redblog


Freitag, 15. Februar 2008

Umfrage: Bruch mit der DKP?

Nach den umstrittenen Äußerungen des DKP Mitgliedes und Landtagsabgeordneten Christel Wegner, stellt sich die Frage ob DIE LINKE weiterhin gemeinsame Listen mit der DKP führen sollte, bzw. überhaupt mit dieser zusammen arbeiten sollte.

Klar ist: Eine Legitimation der Stasi und des Mauerbaus geht nicht so einfach. Aber ihr Äußerungen zur Verstaatlichung der Produktionsmittel sind nun mal nichts Skandalöses. Schließlich ist sie immer noch Mitglied der DKP und darf ihre eigene Meinung haben.

Deshalb Zeit für eine neue Umfrage zu dem Thema "Aktionsbündniss".

Mittwoch, 13. Februar 2008

Kein Öl für Ausbeuter!

Venezuelas Präsident Hugo Chávez macht seine Drohung wahr: Die staatliche venezolanische Ölgesellschaft Petroleos de Venezuela (PDVSA) hat nach eigenen Angaben den Verkauf von Rohöl an den amerikanischen Ölkonzern Exxon Mobil eingestellt und alle Handelsbeziehungen zu dem Unternehmen ausgesetzt.

Damit greift Präsident Chávez nur konsequent durch: Kein Öl für die Ausbeuter der Venezuelanischen Arbeiter! Nach der Vergesellschaftung der Mehrheitlichen Anteile Ausländischer Konzerne ging der Konzern Exxon nun rechtlich dagegen vor. Ergebnis: 12 Milliarden Doller wurden vom Konto der PDVSA eingefroren.

PDVSA bezeichnet das Vorgehen des US-Konzerns als "juristisch-wirtschaftliche Drangsalierung". Wenn in den USA venezolanisches Vermögen eingefroren werde, dann werde Venezuela kein Öl mehr in die USA liefern, sagte Chávez in seiner wöchentlichen Rundfunkansprache. "Der gesetzlose Exxon Mobil wird uns nie wieder ausrauben." Exxon arbeite mit der Regierung in Washington zusammen und sei Teil einer weltweiten Konzernmafia.

Damit ist ein weiterer konsequenter Schritt in Richtung Sozialismus getan, die Weichen sind gestellt.


Quelle:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,534931,00.html

Sonntag, 10. Februar 2008

Zensur von der Leyen

Großer Ärger um ein kleines Ferkel: Im Oktober 2007 kam das religionskritische Kinderbuch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel“ von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke auf den Markt und fand sehr bald eine große Fangemeinde. Auch Pädagogen und Psychologen waren von der frechen, kleinen Geschichte angetan. So urteilte der renommierte Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Peter Riedesser, Direktor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das Buch sei „als Gegengift zu religiöser Indoktrination von Kindern pädagogisch besonders wertvoll“. Ursula von der Leyens Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sieht die Sache jedoch völlig anders: Das Ministerium beantragte die Indizierung des Kinderbuchs als jugendgefährdende Schrift. Nach Angaben der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien wird die mündliche Verhandlung Anfang März stattfinden.



Interessant über welch Demokratieverständnis so mancher Christdemokrat verfügt....
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Quelle:

http://www.ferkelbuch.de/

Donnerstag, 7. Februar 2008

Blogpause

Wegen Urlaubs ist in den letzten Tagen wenig passiert, ab dem Wochenende wirds wieder besser. Da ich derzeit nur in einem (uralten) Italienischen Internet "Point" sitze, fehlt mir die Moeglichkeit zu bloggen. Wird also aufs WE verschoben ;-)