Donnerstag, 31. Januar 2008

Regio: Konservative JuSos?

Was schreibt der JuSo Kreisvorsitzende für den Bodenseekreis, Adrian Wiemer, doch in seinem Profil bei einem Schülerportal?

In der Kategorie "Was ich nicht mag" nennt er unter anderem:

Proletarier


So weit ist es also schon gekommen. Die SPD distanziert sich vom Arbeitenden Volk, selbst die selbsternannte "sozialistische" Jugendorganisation ist von konservativem Karrierismus geprägt.

Auch schreibt er unter anderem:

ich Versuche mein bestes für dich , für Baden, Für Deutschland


Ist da nicht etwa der Hauch eines Nationalismus zu spüren?
Auch unterstützt er die Gruppe:

Großherzogtum Baden

Also auch noch ein Verteidiger des Adels und der Monarchie?

Man mag sich darum streiten können, wie die letzten beiden Dinge zu interpretieren sind, doch ein "Sozialist" der nicht auf seiten des Proletariats steht hat den Titel nicht verdient. Ein tolles Beispiel für den nur rhetorischen Linksruck der SPD, und der falschen Doppelmoral der Mitglieder dieser Partei.

Mittwoch, 30. Januar 2008

Kein Vergessen, kein Vergeben

Heute auf den Tag genau wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Der Anfang vom Untergang der ohnehin schon kaputten Demokratie in der Weimarer Republik war somit besiegelt. Was danach kam, wissen wir alle. Um diesem Tag Antifaschistisch zu Gedenken habe ich ein interessanets Video über die Gnadenlose Justiz der Wehrmacht gefunden:

Dienstag, 29. Januar 2008

Hilfe, die Linken kommen!

Die "Bild" kommentiert:

Ist der Durchmarsch der SED-Altkader, DDR-Nostalgiker und der sozialistischen Racheengel à la Lafontaine noch zu stoppen?


Groß Titelt die Bild auch mit "Wer stoppt die Linken?" Von "Post-Kommunisten" ist die Rede, man wirft mit Phrasen wie: "Die irren Ideen der Linken" um sich und vergisst dabei eines: Die Linke ist eine nicht mehr zu ignorierende Kraft, Eine Kraft der sozialen Erneuerung und eine Kraft die gerechtigkeit Schafft. Nur dank der linken Opposition und dem starken Engagement der selbigen, ist die SPD soweit nach Links gerückt das eine Abwahl Kochs wieder möglich wird. Die Politik bewegt sich - weg von den Reichen, hin zu den Opfern unserer Gesellschaft, zu armen und Ausgebeuteten, zum Mittelstand. All diejenigen, die auch 19 Jahre nach der Deutschen Einheit in den Neuen Bundesländern nichts vom "Segen des Kapitalismus" spüren. Die Linke möchte all diesen Menschen eine Stimme geben, mit der sie ihrer Forderung nach einem Leben in Würde und guter Arbeit ausdruck verleihen können. Eine neue Welle der Demokratisierung schwappt in unsere Gesellschaft. Es bewegt sich was, es wird wieder diskutiert. Themen, die im Wahlkampf 2005 von der SPD allerhöchstens belächelt wurden, macht sich diese nun zu eigen. Der Linksruck fängt an, klar das die Herrschende Klasse etwas unternimmt. Denn koalieren mit den offensichtlichen Gewinnern vom Sonntag will keiner. Noch mehr, die Linken werden als Schmuddelkinder der Nation in die Ecke gestellt. Noch-Ministerpräsident Koch erklärte am Dienstag, er wolle mit allen Parteien außer den Linken über eine Regierungsbildung sprechen und habe alle in einem Schreiben zu einem Gespräch eingeladen.

So greift man sich einfach alte Feindbilder (siehe Foto) und versucht den Kalten Krieg wieder aufleben zu lassen, man hofft den tief verankerten Antikommunismus in der Seele des Volkes wieder zu reaktivieren. Bisher ohne Erfolg. Das Volk weiß, das die Linke keine SED mehr ist, das sie eine Partei für das Volk ist, und der neoliberalen Suppe in Deutschland so lange Feuer macht, bis diese Verdampft.


Quelle: jW

Montag, 28. Januar 2008

Großer Erfolg für Die Linke!

Der Einzug der Linken in den Niedersächsischen und Hessischen Landtag ist gelungen, zumindest bei letzterem mit sehr knappen Ergebnissen. Während in Niedersachsen das überraschend gute Ergebnis von 7,1 % felsenfest steht, lagen in Hessen die ersten Hochrechnungen bei enttäuschenden 4,9%. Erst im laufe des Abends kam die Partei dort auf zufriedenstellende 5,1%.

Alles in allem also ein großer Erfolg der sich neu etablierenden Partei. Die Linke stellte die Systemfrage zum Fünfparteiensystem - die Wähler antworteten mit Ja.
Nun ist klar: Auch im Westen ist Die Linke eine nicht mehr ignorierbare Kraft mit wachsender Tendenz. Die Wut und Enttäuschung des Volkes über die fehlgeschlagene Sozialpolitik der letzten Jahre manifestiert sich in der Entstehung des Fünfparteiensystemes. Der Marsch durch die Institutionen ist nicht gescheitert, er hat gerade erst begonnen! Völker hört die Signale, es ist soweit, das Neue Deutschland wird kommen. Lasst uns gemeinsam diese Tage feiern, die das Anfang vom Ende des Kapitalismus und den Beginn des Siegeszuges des Sozialismus in Europa darstellen. Halten wir Kurs, Venceremos!

Sonntag, 27. Januar 2008

Landtagswahl: Meine Prognose

Ich will hier gleich mal meine Prognose schriftlich zum Besten geben.
Ich schätze:


Die Linke kommt in Hessen auf 5,2 bis 6%
und in Niedersachsen werden es wohl 5,1 bis 5,5%


Der Einzug in den Landtag wird meiner Meinung nach in beiden Bundesländern gelingen.
Was meint ihr? Schreibt einfach einen Kommentar mit eurer Schätzung.

Samstag, 26. Januar 2008

"Wer scheiß Deutscher sagt, fliegt raus!"

Da fordert die CDU doch wirklich die sofortige Abschiebung von Ausländern, die Dinge wie "scheiß Deutscher" sagen. Ein Mitglied der Partei will gar wieder Konzentrationslager errichten. Eine faschistoide Tendenz macht sich in dieser Partei breit, die auf purem Populismus statt Argumenten basiert. Traurig aber wahr:

Donnerstag, 24. Januar 2008

Time to say goodbye, Roland Koch



und:

Gysi über Roland Koch

Schäuble duldet keine Kritik

Berlin (dpa) - Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich eine Einmischung des Verfassungsgerichtspräsidenten Hans-Jürgen Papier bei der Formulierung des Luftsicherheitsgesetzes verbeten.

«Ich verstehe, dass manche Verfassungsrichter gerne Ratschläge geben würden. Dazu sind sie aber nicht demokratisch legitimiert», sagte Schäuble der «Welt am Sonntag». Die Opposition reagierte empört. Der frühere FDP-Innenminister Gerhart Baum sprach von einem in der Geschichte der Bundesrepublik einmaligen Vorgang.


via: DIE WELT

Dabei ist die Kritik durch den Verfassungsrichter vollkommen legitim. Meinungsfreiheit gilt nunmal auch für diese Personengruppe, vor haben Sie die moralische Pflicht unsere Meinungsfreiheit zu bewahren. Wer Ihnen aus Frustration über einen gescheiterten Gesetzesentwurf den Mund verbieten will, zeigt nur wie undemokratisch er in Wirklichkeit tickt.

Umfrageergebnisse Tageszeitung

Interessantes ergab die Umfrage, welche linke Tageszeitung hauptsächlich von unseren Lesern in Anspruch genommen wird: Demnach lesen 42% die taz. Eine erstaunlich hohe Zahl, wohl eher bei einem grünen, statt einem roten Blog erwartet. Mit großem Abstand folgt dann die jungeWelt, mit 17%, kurz darauf die Frankfurter Rundschau mit 10%. Genau 7% unserer Leser gaben an die Rote Fahne zu lesen. Das Parteiorgan verschiedener marxistischer Splittergruppen, etwa der MLPD. Lediglich 3% lesen das Neue Deutschland, erstaunlich wenig.
14% gaben an, eine ganz andere linke Zeitung zu lesen.

Die großen Überraschungen waren die 42% für die taz und die lediglich 3% für das ND, denke ich. Nun, als nächstes interessiert uns, welche Regierung Sie sich nach der Wahl in Hessen wünschen, von allen realistischen Koalitionsmöglichkeiten dürfen Sie sich eine Aussuchen.

Dienstag, 22. Januar 2008

Große Koalition in Hessen?

Es ist die politische Überraschung der Woche: SPD und CDU in Hessen liegen in einer Forsa-Umfrage gleichauf. Forsa-Chef Güllner erklärt im stern.de-Interview, warum: "Es ist eine Anti-Koch-Stimmung entstanden."


Quelle: Stern

Die Zeichen stehen auf Große Koalition in Hessen. Auch die denkbar einzigste Möglichkeit. Die SPD möchte nicht mit der Linken koalieren, da sie sich doch als Avantgarde der Arbeiterklasse darstellen möchte und die Positionierung als "sozial gerecht" für sich beansprucht - im Wahlkampf. Das Parteilinke Ypsilanti nicht die schlechteste Politik machen wird (mit der restlichen SPD verglichen) ist klar, doch in einer großen Koalition nutzt ihr das wenig. Die einzige Möglichkeit, etwas zu erreichen und eine linke Politik durchzusetzen ist nunmal in der Koalition mit der Linken, notfalls noch mit den Grünen zusammen. Doch Ypsilanti weigert sich geschlossen. Mit knapper Mehrheit wäre auch schwarz-gelb möglich - die denkbar schlechteste Option. Der totale Ausverkauf des Landes, der Soziale Ruin wäre die Folge welche die geballte Neoliberale Kraft dieser beiden Parteien in 4 Jahren anstellen können.

Der große Verlierer dürfte jedoch die CDU sein - Koch schießt ein Eigentor nach dem anderen. Also doch noch ein gutes Zeichen.

Montag, 21. Januar 2008

Meuterei auf dem sinkenden Schiff SPD

Dieser Tage herrscht so einiger Trubel in den Reihen der SPD. Nicht zuletzt der Wahlkampf in Hessen und die Aufforderung des ehemaligen Bundeswirtschaftsministers und Aufsichtsratmitglied des Energiekonzerns "RWE" Wolfgang Clement, seine eigene Partei, die SPD nicht zu wählen heizt die Stimmung kräftig an. Während die Basis nach Parteiausschluss schreit, bleibt Kurt Beck gelassen - er will sich auf den Wahlkampf konzentrieren.

Die SPD ist und bleibt gespalten. Diese Kluft geht mit jedem Wahlkampf weiter auseinander. Einerseits sind dort die Atomlobbyisten und Wirtschaftsbosse, mit denen die SPD ihr Sozialdemokratisches Profil verlor, andererseits die Sozialistische Basis, welche in erbitterten Kämpfen immer noch versucht den Sozialstaat mit dem "sinkenden Schiff" SPD zu retten. Ein hoffnungsloses Unterfangen. Während die einen versuchen zu vermitteln, fahren die anderen getrost ihren Neoliberalen Kurs weiter. Die SPD in Berlin stimmte zuletzt der Online Durchsuchung und weiteren Eingriffen in die Privatsphäre zu - bei der CDU als Koalitionspartner mag so etwas noch erklärbar sein, im Rot-Roten Bündnis sind solche Vorstöße seitens der SPD allerdings klare Anzeichen für das scheitern des Projektes Sozialdemokratie.

Während die Spitzenkandidatin der SPD, Ypsilanti in Hessen bei den Umfragen laufend an Sympathisanten gewinnt (was angesichts des "Kochschen Rechtspopulismus" nur verständlich ist) verliert die SPD Bundesweit weiter an Bedeutung. Die Große Koalition bröckelt. Und mit einem "Volle Kraft vorraus zum Sozialismus" befiehlt "Kapitän" Beck die Neuprofilierung. Doch merkt er nicht, das sich der Riss im Rumpf der SPD vergrößert, das Schiff mit jedem Meter vorwärts auch einen Meter tiefer sinkt. Personalaustausch, Parteiausschluss, Aufschrei der Basis - all das nützt nichts, wenn der Kahn mit Wasser zu läuft, gen Meeresgrund driftet.

Die Ära der Sozialdemokratie ist Geschichte. Einzig und allein der demokratische Sozialismus ist die letzte verbleibende Bastion im Parlament, welche dem neoliberalen System den Kampf ansagt, gegen Ausbeutung, Raffgier und Korruption. Eine Alternative dem Kriegskurs und der Umverteilung von Arm nach Reich. Menschen vor Profite!

Die letzte wirkliche Opposition im Parlament ist noch lang nicht gebrochen. Im Gegenteil, sie wird immer stärker und voraussichtlich bald in das Parlament eines Westdeutschen Flächenlandes einziehen.
Oder um es mit den Worten Dr. Gregor Gysis zu sagen: "Der Zeitgeist bröckelt, der neoliberale!"

Freitag, 18. Januar 2008

Offener Brief an den Innenminister

Ein offener Brief der drei Bundestagsabgeordneten der Linken aus Baden-Württemberg, eine Aufforderung an den Landesinnenminister Heribert Rech, die Beobachtung der Linken durch den Verfassungsschutz einzustellen:

An den
Innenminister
des Landes Baden-Württemberg
Heribert Rech
Dorotheenstraße 6
70173 Stuttgart



Sehr geehrter Herr Innenminister,

am 17. Januar 2008 hat das Verwaltungsgericht Köln entschieden, dass die Beobachtung des Bundestagsabgeordneten Bodo Ramelow durch das Bundesamt für Verfassungsschutz rechtswidrig ist. Das Saarland hatte zuvor die Beobachtung der Partei DIE LINKE durch den Verfassungsschutz eingestellt.

Wir, die Bundestagsabgeordneten der Partei DIE LINKE in Baden-Württemberg, werden nach wie vor vom Verfassungsschutz beobachtet.
Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln und die Aufhebung der Beobachtung im Saarland machen deutlich, dass eine Einstellung der Überwachungsaktivitäten auch in Baden-Württemberg dringend geboten ist.
Die kritische Haltung unserer Partei zu den extremen Fehlentscheidungen des ökonomischen Systems in der Bundesrepublik, die zu zunehmender Ungerechtigkeit in den Einkommen und Vermögensverteilung führen, rechtfertigt keinerlei Überwachungstätigkeit. Im Gegenteil: Sie entspricht dem Sozialstaatsgebot unserer Verfassung, ebenso wie unsere durch die Verfassung gebotene entschiedene Ablehnung einer deutschen Beteiligung an völkerrechtswidrigen Angriffskriegen.


Wir fordern Sie auf, die Beobachtung von uns und unserer Partei DIE LINKE unverzüglich einzustellen.

Mit freundlichen Grüßen,

Heike Hänsel, MdB
Uli Maurer, MdB
Karin Binder, MdB

Mittwoch, 16. Januar 2008

Redakteur gesucht!

"Links im Süden" braucht Verstärkung. Der Leserandrang und die Erwartungen an diesen Blog sind zu hoch, um den Rücktritt von Joaquín (aus politischen Gründen) vollständig kompensieren zu können. Deshalb suchen wir nach einem neuen Redakteur.

Wer gerne schreibt, eine sozialistisch / kommunistische Grundeinstellung verfügt und Mindestens 70 Leser am Tag erwartet, der kann sich hier gerne bewerben. Jeder der das Weltgeschehen aus linkem Blickwinkel betrachtet ist herzlich willkommen!

Kontakt (siehe auch Impressum rechts):

marcel_kunzmann@web.de
ICQ: 328-394-666

Oder auch via Kommentarfunktion.

Montag, 14. Januar 2008

Tony Blair ein Sozialist?

Nicolas Sarkozy über Toni Blair:

"Natürlich ist er Sozialist, aber so einer wie er hätte einen Platz in der französischen Regierung verdient"


Seit wann ist die britische Labour Party eine sozialistische Partei? Wikipedia sagt etwas ganz anderes:

Seit Anfang der 1990er Jahre ändert die Partei vor allem unter Tony Blair, der ab 1994 Parteivorsitzender war, ihre Ausrichtung.

Statt für Klassenkampf bis hin zum Fernziel Sozialismus oder Verstaatlichung von Schlüsselindustrien, der Umverteilung von Reich zu Arm und der Gewerkschaftsnähe steht New Labour heute für Privatisierungen und einen liberalen, kapitalismusfreundlichen Kurs, der dem der konservativen Margaret Thatcher ähnelt. Der inhaltliche Bruch mit dem klassisch-sozialdemokratischen gemäßigten Marxismus drückte sich auch in der Abschaffung von Traditionen wie dem Singen der Internationale auf Parteitagen aus.


Das soll eine sozialistische Partei sein?
Auch ist doch ein guter Sozialist stets für den Frieden engagiert?
Tony Blair sieht das anders:

Seit dem Beginn des Anti-Terror-Kampfs im Jahr 2001 unterstützte Blair vehement die US-amerikanische Außenpolitik, vor allem durch die Teilnahme von britischen Truppen an den Einsätzen in Afghanistan ab 2001 und im Irak ab 2003. Durch die nahezu bedingungslose Unterstützung der Maßnahmen der Bush-Regierung sah Tony Blair sich und seine Politik heftiger Kritik ausgesetzt.

Auch in Sachen Privatisierung ist die Labour Party inzwischen auf totalem Profitkurs. Beispielsweise wurde durch die Privatisierung der Bahn im Vereinigten Königreich ein Chaotisches Streckennetz mit Menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen erreicht. Die Labour Party, mit Tony Blair, bleibt weiter auf dem Kurs:


Er vertrat eine Politik des freien Marktes und die Abgrenzung vom Kollektivismus unter den Schlagworten New Labour, „moderne Sozialdemokratie“ und „Dritter Weg“. Er schrieb die Clause IV des Parteiprogramms der Labour-Partei um, in der ursprünglich die Forderung nach „Verstaatlichung der Schlüsselindustrien“ festgelegt war.

Wenn so eine sozialistische Partei bzw. ein Sozialist aussehen soll, dann ist noch eher Wolfgang Schäuble ein Retter des Grundgesetzes.

Übrigens: Grundgesetz = Verfassung. Eigentlich müsste doch der Verfassungsschutz Herrn Schäuble bespitzeln, da dieser eine Bedrohung der Freiheitlich-demokratischen Grundordnung darstellt?

Samstag, 12. Januar 2008

Luxemburg-Liebknecht Wochenende 2008

Wie jedes Jahr werden sich auch morgen wieder Zehntausende Aufmachen um Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zu gedenken. Rosa Luxemburg war es, die die Einheit von Freiheit und Sozialismus präzise zusammenfasste: Ohne Sozialismus keine Demokratie, keine Demokratie ohne Sozialismus. Freiheit ohne Gleichheit ist Ausbeutung, Gleichheit ohne Freiheit ist Unterdrückung.

Auch die XIII. Internationale Rosa-Luxemburg Konferenz wird am Sonnabend den 12.01.2008 stattfinden.

Freitag, 11. Januar 2008

Linke Tageszeitungen

Nun zur neuen Umfrage, welche linke Tageszeitung denn am beliebtesten ist. Die Frage darf auch immer sein: Ist eine Zeitung überhaupt noch links? Im Falle der taz kann man das nicht eindeutig sagen, da sie relativ unsicher Positioniert ist, wie ein Fähnchen im Winde. Einmal Grün-liberal, dann mal wieder links. Die Frankfurter Rundschau ist ebenfalls keine klar linke Zeitung, aber wenn der Mainstream mal ein bischen zu rechts ist, schlägt sie sich eher auf die Linke Seite. Neues Deutschland steht der Partei sehr nahe, was auf jeden Fall eine sozialistische Berichterstattung garantiert. Außerdem ist das ND die einzige Tageszeitung in Deutschland, die nicht von sich behauptet unabhängig zu sein. Ich finde das ist eine ehrliche Aussage. Denn unabhängige Medien gibt es nirgends.
Die jungeWelt ist im Unterschied zum ND eher marxistisch orientiert und steht der Partei weniger Nahe, wenn auch nicht abgeneigt. Ach, und die uz gibt es ja auch noch. Bis in die Gegenwart führt die DKP das im übrigen sehr schöne Pressefest der "uz". Unsere Zeit, das Zentralorgan der DKP, definitiv eine sozialistische bzw. kommunistische Zeitung. Auch wenn sie keine Tageszeitung ist, sei sie der vollständigkeit halber erwähnt.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Umfrageergebnisse Bundestagswahl

Die Auswertung der Umfrage auf LiS:

Innerhalb von 14 Tagen hatten unsere Leser die Möglichkeit sich bei einer eventuellen Bundestagswahl einer Partei ihre Stimme zu geben. Dabei entschieden sich - wie zu erwarten - fast Zwei Drittel für DIE LINKE.

Ein gutes, wenn auch Steigerungsfähiges Ergebnis. Denn das besagt: Über 30% Der Leser stehen wohl nicht hinter der Partei. Nämlich 7% hätten CDU gewählt, für ein sozialistisches Blog ein gerade noch zu akzeptabler wert. Die SPD kam auf 5%, ein sehr gutes Ergebnis. 6% hätten die Grünen gewählt, auch durchaus tollerabel. Am wenigsten Stimmen erhielt die FDP mit 3%. Ausgezeichnet!

ABER: Die NPD / DVU kamen auf 14%! Das bedeutet 14% unserer Leser sind Faschisten! Weit mehr als es bei einer Bundestagswahl in Wirklichkeit wären. Eine traurige Tatsache, dass solche Verächter der Menschenwürde auf einem sozialistischen Blog mitlesen. 14% - das sind genau 14% zu viel.

Montag, 7. Januar 2008

Die sozialistischen Sternsinger


Zum Dreikönigstag 2008 haben sich die Drei Könige den Kampf gegen den Rassismus auf die Fahnen geschrieben - zumindest die Dreikönigsgruppe der Linksjugend ['solid] Süd-Württemberg. Mit einem Transparent und Flugblättern machten sie Passanten in Friedrichshafen, Ravensburg und Biberach auf die aktuellen Ausfälle des wahlkämpfenden Roland Kochs aufmerksam. Rassismus hat in Deutschland keinen Platz - in Hessen genauso wenig wie in Süd-Württemberg.

Mit dem Transparent mutig vorwärts schreitend, gelang es den drei Genossen mit 200 Flugblättern aufzuklären und präsenz zu zeigen. 3 Vorstandsmitglieder der Linken, agitieren verkleidet für den Sozialismus (Meine Wenigkeit befindet sich ganz links auf dem Bild). Weitere Bilder gibt es auf den Gallerieseiten der Linken in Ravensburg. Im folgenden der Inhalt der Verteilten Flyer:


Es raten Ihnen die Drei
Weisen aus dem Morgenland:

Wir sind drei Sozialisten aus dem Morgenland,
Dem Land von morgen - heut noch unbekannt.
Uns kam zu Ohren, dass vermehrt Rassisten
Versuchen, sich in diesem Lande einzunisten.
Und weil wir solche Dummheit viel zu oft erleben
Woll'n wir den Menschen dieses zu bedenken geben:
Ob Deutsche, Türken, Russen oder Inder -
Schlussendlich sind doch alle Menschenkinder!
Reicht euch die Hände, nichts gibt's, was euch teilt
Und wo der Freude sanfter Flügel weilt
Da werden endlich alle Menschen Schwestern
- "Rassismus" gibt es nur als Wort von gestern.
Jetzt laden wir euch ein auf uns're Reise,
Auf dass der Rote Stern den Weg euch weise.
Der Schritt zum Sozialismus wird gewiss gelingen!
Der Freude halber wollen wir gemeinsam singen.
Gib Rassismus
keine Chance!


Heute wie gestern:
Rassismus in Deutschland

„Ach was muss man oft von bösen, gewalttätigen ausländischen
Jugendlichen hören oder lesen“, möchte man frei
nach Wilhelm Busch sagen, wenn man Presse und
Fernsehen in den letzten Tagen verfolgt. Die Statistik wird
bemüht und sie scheint zu zeigen, dass ausländische
Jugendliche gewalttätiger sind als deutsche. Die BILD tut
ihren Teil dazu, dass der Eindruck entsteht, es läge den
jungen Migranten auf den Genen, dass sie zur
Straffälligkeit neigen - Rassismus pur!
Politiker wie Roland Koch & Konsorten bedienen sich im
Wahlkampf rassistischer Klischees, um von ihrem eigenen
Versagen abzulenken: Es ist gerade ihre verfehlte Bildungs- und
Integrationspolitik, die dazu geführt hat, dass Migranten
in Deutschland oftmals chancenlos am Rand der
Gesellschaft stehen. Politisch gewollte Perspektivlosigkeit
treibt sie in gewalttätige Milieus. Die Linksjugend fordert:

  • Keine Verschärfung des Strafrechts!
  • Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems, gleiche Chancen und individuelle Förderung für alle!
  • Mehr Zivilcourage: Nazis stoppen, Koch Contra geben!
Kontakt zur Linksjugend in der Region:
sued-wuerttemberg@solid-bw.de

Sonntag, 6. Januar 2008

Musikalische Staatsmacht




So, in den nächsten Tagen gibt es dann Bilder von einer netten Aktion. Später mehr dazu.

Freitag, 4. Januar 2008

Jahresrückbick 2007

Demokratie in den USA

Die Abstimmung ist nicht geheim. Vor den Augen der ganzen Versammlungen versuchen Anhänger der Kandidaten, die anderen zu überzeugen - gruppendynamische Effekte setzen ein, die es bei einer normalen Abstimmung in der Kabine nicht gibt. Oft hängt das Ergebnis davon ab, für wen sich ein respektiertes Mitglied der Gemeinde einsetzt. Seine Reputation bringt die Entscheidung, nicht nur die des Kandidaten. Eine Abstimmung vor aller Augen führt auch dazu, dass sich jeder beobachtet fühlt und nicht blamieren möchte. Man hält eher zu Freunden oder Familienmitgliedern, auch wenn man auf einem geheimen Wahlzettel etwas anderes ankreuzen würde.


via DIE WELT.

So viel also zum Thema Demokratie in den USA. Bei den Vorwahlen zum Präsidenten gibt es keinerlei geheime Wahl, es ist wie man nachlesen konnte eher eine Manipulation der Massen denn eine demokratische Entscheidung. Und so geht es weiter - wer hat am meisten Kapital? Wer kann sich die teuerste Werbekampagne leisten? Wer kann sich am besten verkaufen?
Alles andere als demokratisch sind diese Personenbezogenen, kostspieligen Shows. Prunksucht und Kapital bestimmen den Sieger, nicht etwa eine halbwegs demokratische Entscheidung der manipulierten Opfer des Kapitalismus.

Das amerikanische Wahlsystem ist sehr auf Personen Fixiert - wie sollte es denn sonst sein, wenn es nur 2 große Parteien gibt die sich inhaltlich nur sehr wenig unterscheiden?
Die Republikaner repräsentieren eben die typisch konservativen, die Demokraten die etwas progressiveren liberalen. Beides sind de facto neoliberale Parteien, ein Grundsätzlicher Richtungswechsel wird von keiner Partei angestrebt. Ist das Demokratie?
Viel eher als "demokratisch" ließe sich die politische Ökonomie der USA als plutokratische Oligarchie, als Timokratie bezeichnen. Deutschland steigt weiter in diesen Tendenzen, macht weiter die gefährlichen Schritte in die falsche Richtung. Die entmündigung des Bürgers ist in den USA fast abgeschlossen. Für wen auch immer die Amerikaner stimmen werden - es wird der oder die falsche sein.

Dienstag, 1. Januar 2008

Der neue Sozialismus in Kuba?

Der jüngere Bruder des „Máximo Líder“, der kubanische Interimspräsident Raúl Castro, hat sich in der letzten Sitzung der im Jänner neu zu wählenden Nationalversammlung erstmals für wirtschaftliche Veränderungen im Rahmen des Sozialismus ausgesprochen. Er kritisierte in einer Rede das Übermaß an staatlichen Regulierungen und Verboten.

„Wir stimmen mit denen überein, die vor einer Übertreibung von Verboten und Gesetzesmaßnahmen gewarnt haben, die mehr schaden als nützen. Bei der Mehrheit der Maßnahmen können wir feststellen, dass sie seinerzeit korrekt und gerecht waren. Aber nicht wenige von ihnen wurden durch das Leben überholt“, sagte er. Die übertriebene staatliche Regulierung führe zu verschiedensten Problemen, so der 76-Jährige weiter. Konkret nannte er dabei die ineffiziente Lebensmittelproduktion und die hohen Preise. Er sprach sich daher erstmals dafür aus, das Land und die Produktionsmittel jenen zu geben, die in der Lage seien, effizient damit umzugehen.

via DiePresse

Nun, grundsätzlich sind wirtschaftliche Reformen in einem Land wie Kuba sicherlich von nöten um auch in Zukunft den höchsten Lebensstandard in Lateinamerika zu garantieren. Doch Vorsicht: Nach dem Abdanken Fidel Castros drohen reaktionäre Kräfte seitens der US-Aggressoren das Land wirtschaftlich und politisch zu unterwandern und eine Marktdiktatur nach amerikanischem Vorbild zu errichten sowie den Sozialismus in seinen Grundfesten zu zerstören. Es wäre schön wenn Kuba das undenkbare schaffen würde: Durch demokratische Reformen den Sprung vom "alten" in den neuen Sozialismus nach Venezuelanischem, Bolivianischen und Chilenischen Vorbild. Natürlich haben wir in all den genannten Ländern noch nicht den Sozialismus erreicht, doch sind sie auf einem guten Weg. Der gegenseitige Austausch der Staatschefs kann nicht schaden um von einander zu lernen und einen gemeinsamen Weg zu finden. Auch in Sachen Pressefreiheit arbeiten die Genossen in Kuba hart an sich:

Oscar García, ein ehemaliger Universitätslehrer, sagt, es habe zuletzt "Artikel über die katastrophale Situation in der kubanischen Landwirtschaft" gegeben und auch "heftige Kritik an den öffentlichen Dienstleistungen, zum Beispiel in der Gastronomie". Und García freut sich über harsche Kritik aus dem Establishment. Denn "Ineffizienz" hat in Kuba die besten Chancen, zum Wort des Jahres zu werden; immer wieder hat Interims-Staatschef Raúl Castro zuletzt auf die latenten Defizite hingewiesen.

Man sieht also, Kuba macht Fortschritte. Doch es sollte ein Schritt nach dem anderen gegangen werden. Nichts überstürzen. Wenn erst einmal wieder das Kapital in Kuba regiert ist es zu spät. Die großartigen Errungenschaften der Revolution werden durch die Grausamkeit des Kapitalistischen Systems zerstört. Nein, Kuba muss vielmehr seinen eigenen Weg finden, ohne freie Märkte, ohne Kapital, ohne USA, ohne Kapitalismus. Ein neuer Sozialismus muss sich seinen Weg durch alle Ebenen in Kuba bahnen. Eine neue Revolution, diesmal durch die Institutionen muss das Kubanische Volk als einzige geballte Rote Flamme des Sozialismus aufleuchten lassen. Wenn alle anpacken, sich bemühen um einen ernsthaften, neuen, Sozialismus wird sich Kuba die Souveränität als sozialistisches Land erhalten und sich erfolgreich auch in Zukunft gegen das Kapital zur Wehr setzen können. Und wer weiß - vielleicht, in einer nicht allzu fernen Zukunft werden wir viel von Kuba zu lernen haben, vielleicht werden die Genossen einst das Kapital vollständig überwunden haben und sich an der wundervollen Flamme des Kommunismus wärmen können.

Bis dahin dürfte allerdings noch eine Zeit vergehen. Wir wünschen viel Erfolg, auf dem neuen Weg. Hoffentlich nicht hin zur Annäherung an den Kapitalismus, sondern auf zu neuen Ufern des Sozialismus. Solidarität! Venceremos!