Freitag, 27. Juni 2008

Nationalismus zur EM

Es ist also wieder soweit, 2 Jahre nach der WM, nach dem „Sommermärchen“ in Deutschland hängen zur Fußball-Europameisterschaft 2008 wieder die Schwarz-Rot-Goldnen Flaggen aus den Balkonen, an den Autos, gänzlich überall.
Nun, erst einmal sei die Frage erlaubt: Ist es nicht paradox auf eine Nation stolz zu sein, in welche man nur aufgrund eines Zufalls, nicht aber aufgrund einer bewussten Entscheidung hineingeboren wurde?
Allein deshalb die Fahne zu heben scheint absolut lächerlich – zumal wir anscheinend nur zum Fußball „stolze Deutsche“ sind, bei Erweiterung der Sozialleistungen oder wissenschaftlichen Durchbrüchen hebt in unserem Land niemand die Flagge. Doch das ganze ist weitaus komplexer und gefährlicher:
Besucht man beispielsweise eine sog. „Public Viewing”-Veranstaltung, muss mit entsetzen festgestellt werden: Eine gefährliche Gruppendynamik, eine agressive und euphorische Stimmung macht sich breit unter den jubelnden Massen. Da wird oftmals mit Parolen wie „Sieg! Sieg! Sieg!“ zum scheinbaren „Angriff“ auf die Gegenmannschaft gerufen, manch einer mag noch ein „Heil“ hinten dranhängen. Der Fremdenhass und die Gewalt steigern sich zu solchen Veranstaltungen fast ins unermessliche, oft folgen anschließende Schlägereien wie der Südkurier über das Spiel „Deutschland – Kroatien“ berichtete. Im Chor werden lauthals Parolen gebrüllt, fanatisch, ja gerade zu faschistoid wirken diese Veranstaltungen auf den aufgeklärten Beobachter.
Wie in Orwell's „2-Minuten Hass-Sendung“ aus „1984“ wird gebrüllt und gebuht was das Zeug hält, sobald die „gegnerische“ Nationalhymne gespielt wird. Die Parallelen sind genauso realistisch, erschreckend wie traurig, sollte dieses Beispiel doch die Leute abschrecken. Es ist fatal wie hier die Euphorie der Volksmassen zugunsten der Nation zielgerichtet entladen wird - zur Sicherung der herrschenden Ordnung.
Der Fußball wird zum Objekt des Nationalstolzes aufgeblasen und dient als kollektiver Druckabbau der Volksmassen. Es dient als Ventil für das nationalistische Potenzial, was in den Deutschen lange steckte, und seit der WM 2006 in diesem gefährlichen Ausmaße wiederendeckt und vor allem wieder erlernt wurde. Die Menschen wissen nun, dass ihnen der Patriotismus gefällt. Der Patriotismus wird sich nach einigen weiteren Turnieren mit „Public Viewing“ Veranstaltungen und der ähnlichen in Deutschland völlig etabliert haben und damit dem politischen Nationalismus Tür und Tor öffnen. Wenn der Fußball nicht mehr als Ventil dienen kann, zum Beispiel weil die Mannschaft schlecht spielt, wird ein anderes Ventil benötigt, da sich das nun entfaltete Potenzial nicht mehr unterdrücken lässt. So ist die Gefahr, dass eine politische Kraft zum nationalistischen Ventil der Massen wird immens. Das „wiedererlernen“ dieser gesellschaftlichen Unart ist somit gefährlich genug.
Schwarz-Rot-Gold steht für die Deutsche Nation, ist die Flagge des Deutschen Staates und nicht die der Nationalmannschaft auf welche die Nationalflagge somit reduziert werden soll.
Ungeachtet dessen frönt man dem Jubel weiter indem man seinen Nationalismus durch das Zeigen dieser Flagge überall zur Schau trägt. Welchen Grund haben wir überhaupt auf unser Land stolz zu sein? Den größten Völkermord in der Geschichte unseres Planeten, Zwei Weltkriege, all das verdanken wir Flaggenschwenkenden Irren. Doch auch andere Nationen sind Patriotisch in den Krieg, ins Verberben gerannt.
Denn wer eine Flagge hisst, signalisiert damit die Verbundenheit zur Nation, handelt somit nationalistisch indem er seine Solidarität und Identifikation mit eben dieser Nation offen zur Schau trägt und damit andere abstuft.
Die Fahne eines ganzen Landes auf eine kleine Nationalmannschaft zu reduzieren zu wollen ist wohl mehr als lächerlich und keine legitime Erklärung. Wer seine Solidarität mit der Nationalmannschaft bekunden will und sich mit ihr identifizieren möchte, kann dies auch mit einem Portrait derjenigen tun. Wer jedoch die Deutschlandflagge hochhält, steht voll und ganz im Zeichen der Deutschen Nation mit all ihren Verbrechen und Dummseligkeiten. Er offenbart sich als "Hurra-Nationalist" der unreflektiert das Zeichen einer Nation hochhält und dem Internationalismus, der Völkerfreundschaft, dem Frieden, somit ein Totengrab aushebt.

23 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Volksverhetzung hört beim eigenen Volk nicht auf!

Ich erfreue mich an jeder Deutschlandflagge, die ich gehisst sehe und an jedem Auto, das einen Deutschen Adler trägt.

Anonym hat gesagt…

fragt sich nur warum...was hast du zu diesem Land positives beigetragen, dass du stolz darauf sein kannst? Sag es mir was genau macht dich so stolz Deutschlandflaggen und hässliche Bundesadler zu sehen! Egal welche Antwort jetzt kommt: du erfreust dich nur daran weil du (zufällig) in diesem Land geboren (und augewachsen) bist...nationalstolz ist sowas lächerliches heutzutage echt...

Anonym hat gesagt…

Würde man sich mit den Schöpfungs- und Naturgesetzen auskennen, so wüsste man, dass es kein Zufall ist oder nennen wir es richtigerweise Willkür, dass jeder Mensch genau in jenes Land geboren wird, das für seine Entwicklung genau das richtig und förderliche ist.

Alles andere entbehrt ja jeder Logik. Oder hat jemand schon einmal einen Apfel den Baum hinauffliegen sehen, eine Katze eine Hund geboren, der Mond plötzlich heller scheint als die Sonne... Alles ist streng geordnet in der Natur, so auch das Sein des Menschen.

Ebenso sollte sich das Interesse wieder den Sinnbildern gewidmet werden. Sogleich erkennt man den wahren Grund, warum ein Adler auf einer Falgge steht. Fehlt dieses, fehlt das Verständniss.

Alles hat ja seinen Grund, alle Formen haben ja Ihre Wirkungen, darauf sollte das Interesse gerichtet werden um Antworten zu erhalten, die wirklich förderlich und dienlich sind.

Anonym hat gesagt…

ja, ich weiß, ich habe schon früh gelernt, in der Grundschule und im Gymnasium mich zu schämen, weil ich Deutscher bin, obwohl ich für nix was kann : die Lehrer haben es uns rechtzeitig beigebracht - aber die Millionen an Reparationszahlungen, die h e u t e noch fließen, die darf ich mitbezahlen und mich schämen, weil ich mich freue, wenn der Schweini ein Tor schießt - nur weiter so -
/ der Sport hat Völker verbunden und nicht Kriege verursacht

Anonym hat gesagt…

Was für ein dümmliches Geschreibe dieser obige Artikel. Fürchterlich.
Das fängt schon mit der Reduktion auf das Land Deutschland auf und hört damit auf, daß es prächtig die kerbe all jener haut, die sich damit befassen, jegliche Nationalstaatlichkeit abzuschaffen und damit halt kombiniert die emotionale Verbundenheit.
Anhänger von Nationalitäten - egal ob deutsch, irisch, englisch etc. stehen dem Wunsch nach Gleichschaltung, wie es mit der (dikatorischen)EU geschieht im Weg.
Der Schreiber macht sich in diesem sinne sehr verdächtig und ist mit Vorsicht zu genießen.

Anonym hat gesagt…

immerwieder diese lächerliche diskussion! kanns echt nicht mehr lesen/hören... jeder mensch dieser erde darf die fahne seines landes tragen ohne erklären zu müssen warum...wenn hier in deu dann zur WM! oder EM! mal ein paar fahnen zum vorschein kommen, fangen wieder diese lächerlichen artikel:"ist das gefährlich" an...einfach nur...

Anonym hat gesagt…

Lieber Links-hinterm-Mond!

An euch Linke, die ihren Fidel Castro ja sooo lieb haben: Sein Motto war immer. Patrio o Muerte.

Das sollte mal unsereiner für sich in Anspruch nehmen. Uiuiui, bööse!

Anonym hat gesagt…

mein gott, was für kleingeistiger schrott!!
den wert eines menschen auf das schwenken einer fahne zu reduzieren ist faschistisches gedankengut. also lieber schreiberling, mach dir mal gedanken über deine gesinnung.
ich schwenke diese fahne dieser tage mit freude, als deutscher und als erdenbürger!!!!!!

diese versuchte manipulation von schuldgefühlen zeigt deinen inneren konflikt.
du hast deine eigenen scham-schuldgefühle nicht reflektiert.

Anonym hat gesagt…

Es ist also wieder soweit, 2 Jahre nach der WM, nach dem „Sommermärchen“ in Deutschland hängen zur Fußball-Europameisterschaft 2008 wieder die Schwarz-Rot-Goldnen Flaggen aus den Balkonen, an den Autos, gänzlich überall.
Nun, erst einmal sei die Frage erlaubt: Ist es nicht paradox auf eine Nation stolz zu sein, in welche man nur aufgrund eines Zufalls, nicht aber aufgrund einer bewussten Entscheidung hineingeboren wurde?


Die Frage sei erlaubt. Als Deutscher bist du Teil dieser Nation, du weißt mehr über Land und Leute hier als ein Chinese aus einem Buch erfahren kann. Du weißt wie lecker Weißwürste sind oder Spätzle oder Frankfurter Würstchen. Vielleicht lachst du heimlich, wenn du hörst das andere Nationen gar nicht wissen was ein Geodreieck ist. Du liebst deine Familie, Repräsentanten des deutschen Volkes. Du weißt viele Dinge in Deutschland zu schätzen, die nicht einmal was mit Politik zu tun haben. Wieso nicht auf Deutschland stolz sein wegen den positiven Dingen die unser Volk, und du bist teil davon, einzigartig machen? Ist doch schön das Völker stolz auf ihre Kultur sein können. Natürlich mag auch ich die Regierung nicht sonderlich. Nazis sowieso nicht. Aber ich bin doch nicht Stolz auf Deutschland wegen denen.


Allein deshalb die Fahne zu heben scheint absolut lächerlich – zumal wir anscheinend nur zum Fußball „stolze Deutsche“ sind, bei Erweiterung der Sozialleistungen oder wissenschaftlichen Durchbrüchen hebt in unserem Land niemand die Flagge.

Man traut sich als Deutscher doch gar nicht mehr stolz auf sein Land zu sein. Bei Fußball ist das etwas anderes. Fußball ist der beliebteste Sport in Deutschland. Eine Weltmeisterschaft oder eine Europameisterschaft ist ein großes Event, wo wir unsere besten Fußballer als ein Team, das deutsche Team, in das Turnier schicken. Diese Mannschaft vertritt Deutschland im Fußball. Was liegt näher als eine Deutschlandfahne zu schwenken? Das hat doch nichts mit Nationalismus und Rassismus zu tun. Schonmal vor kurzem ein Spiel gesehen? Die Kapitäne von beiden Mannschaften lesen einen Text gegen Rassismus vor und das Stadion jubelt.


Doch das ganze ist weitaus komplexer und gefährlicher:
Besucht man beispielsweise eine sog. „Public Viewing”-Veranstaltung, muss mit entsetzen festgestellt werden: Eine gefährliche Gruppendynamik, eine agressive und euphorische Stimmung macht sich breit unter den jubelnden Massen.


Mit „Entsetzen“ musste ich feststellen, dass die „Public Viewing“-Veranstaltungen extrem friedlich sind. Während ich nach der Niederlage im Halbfinale halb Italien verflucht habe ( ;) ), waren alle anderen nur mit hängenden Kopf nach Hause gegangen. Es gibt immer ein paar die massiv Ärger machen und sich prügeln. Das kannst du aber nicht verhindern, es gibt immer eine statistische Minderheit. Und was ist jetzt so entsetzlich an Euphorie und Jubel? Wir sind keine Vulkanier, wir wollen und dürfen Emotionen zeigen :)


Da wird oftmals mit Parolen wie „Sieg! Sieg! Sieg!“ zum scheinbaren „Angriff“ auf die Gegenmannschaft gerufen, manch einer mag noch ein „Heil“ hinten dranhängen.

Also „Sieg! Sieg! Sieg!“ eignet sich nicht so gut als Parole, das geht irgendwie ganz schlecht über die Lippen. In Fußball wird der Gegner angegriffen, in Schach auch, und wenn Gysi die Politik von den anderen Parteien kritisiert, greift er sie verbal an. Da ist auch wirklich nur der Begriff gleich. Und das mit dem „Heil“ ist schon ein wenig polemisch...


Der Fremdenhass und die Gewalt steigern sich zu solchen Veranstaltungen fast ins unermessliche, oft folgen anschließende Schlägereien wie der Südkurier über das Spiel „Deutschland – Kroatien“ berichtete.

Diese statistische, zumeist stark alkoholisierte Minderheit repräsentiert wirklich nicht alle Fußballfans. Ich möchte noch einmal anmerken, dass die UEFA/FIFA der Bekämpfung von Rassismus sehr viel Platz einräumt. Schau doch am Sonntag das Spiel an und lausche den Worten der Kapitäne.


Im Chor werden lauthals Parolen gebrüllt, fanatisch, ja gerade zu faschistoid wirken diese Veranstaltungen auf den aufgeklärten Beobachter.

Also ich als selbsternannter aufgeklärter Beobachter verneine das.


Wie in Orwell's „2-Minuten Hass-Sendung“ aus „1984“ wird gebrüllt und gebuht was das Zeug hält, sobald die „gegnerische“ Nationalhymne gespielt wird.

Das ist wieder einmal eine Ausnahme, was auch von wirklich niemanden gut geheißen wird. Wenn ich kurz deine Argumentation analysieren darf, ohne dir Absicht zu unterstellen:

Indem du Einzelfälle als Alltag darstellst baust du dir einen Strohmann auf, der nichts mehr mit Fußball zu tun hat. Dieser von dir aufgebaute Strohmann „Fußball“ wird dann kritisiert. Man nennt das treffend „Strohmannargumentation“.


Die Parallelen sind genauso realistisch, erschreckend wie traurig, sollte dieses Beispiel doch die Leute abschrecken. Es ist fatal wie hier die Euphorie der Volksmassen zugunsten der Nation zielgerichtet entladen wird - zur Sicherung der herrschenden Ordnung.
Der Fußball wird zum Objekt des Nationalstolzes aufgeblasen und dient als kollektiver Druckabbau der Volksmassen. Es dient als Ventil für das nationalistische Potenzial, was in den Deutschen lange steckte, und seit der WM 2006 in diesem gefährlichen Ausmaße wiederendeckt und vor allem wieder erlernt wurde.


Ich halte es für ziemlich gefährlich den Deutschen ein „nationalistisches Potenzial“ anzuhängen, dass zur WM2006 wiederentdeckt wurde. Das gewisse Bevölkerungsgruppen pauschal etwas angehängt wird und was daraus entstehen kann haben wir vor 70 Jahren schon erlebt.


Die Menschen wissen nun, dass ihnen der Patriotismus gefällt. Der Patriotismus wird sich nach einigen weiteren Turnieren mit „Public Viewing“ Veranstaltungen und der ähnlichen in Deutschland völlig etabliert haben und damit dem politischen Nationalismus Tür und Tor öffnen. Wenn der Fußball nicht mehr als Ventil dienen kann, zum Beispiel weil die Mannschaft schlecht spielt, wird ein anderes Ventil benötigt, da sich das nun entfaltete Potenzial nicht mehr unterdrücken lässt. So ist die Gefahr, dass eine politische Kraft zum nationalistischen Ventil der Massen wird immens. Das „wiedererlernen“ dieser gesellschaftlichen Unart ist somit gefährlich genug.

Aha, jeder Fußballfan ist also ein potentieller Nazi? Unterteilen wir mal die Fußballfans in zwei Typen: Der „normale“ Fan und der Hardcore-Fan (willkürliche Bezeichnungen von mir).

Der „normale“ Fan sieht sich gerne die Großereignisse an, wie etwa die EM und die WM. Ansonsten interessiert er sich nicht soooo sehr für Fußball. Knapp 2 Jahre kommt er klasse ohne Fußball und ohne NPD aus.

Der Hardcore-Fan sieht nicht nur die EM und WM an, nein, der hat seine Lieblingsmannschaft, meist ein Bundesligaverein. Vielleicht hat er Premiere und besucht das ein oder andere Spiel.
Nun, schauen wir uns mal die Spieler in den Vereinen an: Ausländer. Überall massig Ausländer. Wie soll Fremdenhaß entstehen, wenn Luca Toni wieder mal ein klasse Tor für den FC Bayern München schießt? Alle Bayernfans jubeln ihn zu! Und sowas gibt es in jedem Verein!


Schwarz-Rot-Gold steht für die Deutsche Nation, ist die Flagge des Deutschen Staates und nicht die der Nationalmannschaft auf welche die Nationalflagge somit reduziert werden soll.
Ungeachtet dessen frönt man dem Jubel weiter indem man seinen Nationalismus durch das Zeigen dieser Flagge überall zur Schau trägt. Welchen Grund haben wir überhaupt auf unser Land stolz zu sein? Den größten Völkermord in der Geschichte unseres Planeten, Zwei Weltkriege, all das verdanken wir Flaggenschwenkenden Irren


Ich hätte nicht gedacht das ich je so argumentieren würde, aber:

Die Linke hat ja auch ihre Fähnchen. Und die Linke entstand u.a. aus der SED...
Ach, eigentlich brauch ich das nicht weiter ausführen, oder?


Doch auch andere Nationen sind Patriotisch in den Krieg, ins Verberben gerannt.
Denn wer eine Flagge hisst, signalisiert damit die Verbundenheit zur Nation, handelt somit nationalistisch indem er seine Solidarität und Identifikation mit eben dieser Nation offen zur Schau trägt und damit andere abstuft.


Ja, die Türken die jetzt mit Deutschlandfahnen rumlaufen könnten ganz übel nationalistisch sein und stufen dich jetzt damit ab. (Ein bisschen Polemik soll auch mir erlaubt sein :) )


Die Fahne eines ganzen Landes auf eine kleine Nationalmannschaft zu reduzieren zu wollen ist wohl mehr als lächerlich und keine legitime Erklärung. Wer seine Solidarität mit der Nationalmannschaft bekunden will und sich mit ihr identifizieren möchte, kann dies auch mit einem Portrait derjenigen tun. Wer jedoch die Deutschlandflagge hochhält, steht voll und ganz im Zeichen der Deutschen Nation mit all ihren Verbrechen und Dummseligkeiten. Er offenbart sich als "Hurra-Nationalist" der unreflektiert das Zeichen einer Nation hochhält und dem Internationalismus, der Völkerfreundschaft, dem Frieden, somit ein Totengrab aushebt.


Also der Portraitvorschlag ist so unsinnig, da fehlen mir die Worte. Wieso einfach, wenns auch kompliziert geht? Die Mannschaft repräsentiert Deutschland im Fußball, deswegen schwenkt man eine Deutschlandfahne und nicht ein Portrait von Ballack. Und die Deutschlandfahne ist nicht die Hakenkreuzfahne, genauso wie die Linke nicht die SED ist. Wenn du Deutschland so sehr hasst für das was der Vorgängerstaat gemacht hat, dann solltest du das auch konsequent auf die Linke übertragen.

Der Fußball hat so viel für unser Land getan. Vor der WM galten wir mancherorts als humorlos, steif, nationalsozialistisch. Seit der WM in unserem Land hat sich das Bild von uns Deutschen im Ausland zum positiven geändert. Die ganze Welt blickte auf uns und war begeistert.

Die EM und WM sind klasse um was über das Land zu erfahren in dem diese Meisterschaften ausgetrag wird. Es wird immer viel über die Kultur und die Menschen und die Geschichte von diesen Ländern erzählt. Und wie wir wissen entstehen Vorurteile nur durch Nichtwissen. Vielleicht solltest du dir den Satz zu Gemüte führen.

Gruß,

ein Linker

Anonym hat gesagt…

@Linker:
Ich wollte auch etwas Gesalzenes zu diesem Quatschartikel schreiben, aber schöner als du kann man es nicht machen. Ich habe die ganze Welt bereist und in jedem Land sind die Leute stolz auf Land, Leute und Kultur. Das ist eben die Heimat, die Familie, die Muttersprache etc. Nationalismus und Patriotismus sind unterschiedliche Dinge. Die Deutschen haben heute nach 60 Jahren Propaganda und "Re-Education" der Alliierten(das Programm muss man einfach mal gelesen haben) mit das geringwertigste Nationalgefühl der Welt, denke ich, allein darum ist der Artikel Quatsch. Wir zahlen Steuern, Renten und andere Sozialbeiträge, weil wir uns als Nation fühlen und sozial Schwache mitversorgt werden. Wer die Nation in Frage stellt, muss die Sozialsysteme infrage stellen. Wer Fähnchenwedeln beim Fussball nicht mag, sollte nationale Fussballteams und eine EM und WM abschaffen, um jeden Keim eines nationalen Gefühls zu unterbinden. Dann sind wir endlich vor der Nazi-fascho-Hysterie sicher - und der internationale Fussball tot.

Stefan hat gesagt…

Ich kann zu dem Artikel nur eines sagen:

B R A V O und sehr gut !!!

Und zu all den faschistischen und nationalistischen dumpfköpfen, vorher, braucht man nichts hinzuzufügen. Die Dummheit der Aussagen spricht für sich selbst!

Anonym hat gesagt…

HiStefan,

im Ernst, wenn Du mich als faschistitsches nationalistischen Dummkopf hinstellst, hätte ich gerne deinen "Mumm" dies schriftlich zu bestätigen , ist das in Ordnung ? - ich würde dich gerne anzeigen, das ist nicht in Ordnung,
im Gegensatz zu Dir beleidige ich andere nicht, ich lasse auch Linke leben -
also zieh den Schwanz nicht ein und poste deine Antwort
Alex

Anonym hat gesagt…

Klar, wenn man mal die Politik hier in diesem Land betrachtet, kann man nicht stolz drauf sein. Aber wenn man schon nicht auf vieles hier stolz drauf sein kann, wieso nicht dann wenigstens beim Fussball?? Und warum wird uns immer jeglicher Nationalstolz abgesprochen? Wieso müssen wir uns ständig schämen, Deutsche zu sein? Ganz klar, ich verachte die Politik in diesem Lande - und trotzdem bin ich stolz auf dieses Land an sich. Wir haben tolle Gegenden, die Nord- und Ostsee, Berge, schöne Seenlandschaften, wir haben Dichter und Denker hervorgebracht, wir haben viele Dinge erschaffen, auf die wir mit Recht stolz sein können. Klar, wir haben auch nen Weltkrieg angezettelt, aber das ist nicht mehr mein Problem. Andere Länder zetteln ständig Kriege an, wird denen das laufend unter die Nase gerieben? Ich bin und bleibe stolz, ein Deutscher zu sein, gerade beim Fussball :-)

Marcel hat gesagt…

Klar, wir haben auch nen Weltkrieg angezettelt, aber das ist nicht mehr mein Problem.

>> Das ist unser aller Problem

Andere Länder zetteln ständig Kriege an, wird denen das laufend unter die Nase gerieben?

>> Legitimation?!

Anonym hat gesagt…

Ein dickes Dankeschön für den Aritkel!

Und an den angeblichen Linken, der so stolz auf Deutschland ist. DU BIST AUF JEDEN FALL KEIN LINKER! Linke sind in erster Linie Internationalisten, Antiimperialisten und Humanisten, für die Gleichheit, Gerechtigtkeit, Solidarität mit den Schwachen oberste Prioriät haben und sicherlich keine Apologeten von Nationalismus. Und wenn Fidel Castro an den Nationalstolz der Kubaner appeliert, ist dieser dem Impetus geschuldet, daß diese kleine, couragierte Nation seit bald fünzig Jahren sich drohender Angriffskriege und eines realen Wirtschaftkrieg erwehren muss. Das ist auch die EINZIGE Ausnahme wo Patriotismus in Form von Vaterlandsliebe gerechtfertigt ist, wenn man nämlich von aussen durch Aggression und einer Besatzung bedroht ist. Das ist ja bei Deutschland wohl fast nie der Fall gewesen. Fast immer in der Geschichte war Deutschland und der preußische Militarismus der Aggressor! Also kommt mir nicht mit diesen idiotischen und darüberhinaus ahistorieschen Analogien.

Da hat sich dieser sogenannte Linke aber eine Menge Arbeit gemacht alles richtige aus dem ursprünglichen Artikel mit Geschwätzigkeit madig zu machen. Dabei hat er nicht mal gemerkt, daß er sich mit den deutschnationalen Reaktionären in ein Boot setzt.

Hier noch mal ein paar Links für alle ach so stolzen Michels:

http://www.jungewelt.de/2008/06-26/056.php

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/em_2008/?sid=0b8399ced6695e44c37ac4e1469ec755&em_cnt=1358111

http://www.jungewelt.de/2008/06-24/062.php

http://fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?sid=7e914c830920f696d370dc9f0ed0e56a&em_cnt=1357022

http://www.fr-online.de/top_news/?sid=ded04dc85d38c3689dedf0721c4171c7&em_cnt=1353721

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/1743334_0_2147_neue-studie-rechtsextremes-gedankengut-gibt-es-auch-bei-cdu-und-spd-waehlern-.html

Merkt Ihr was? Meine Hoffnung ist nicht groß, aber eventuell regt es den ein oder anderen, wider Erwarten, zum nachdenken an.

PS: Einige Links werden offensichtlich nicht vollständig angezeigt. Kann der admin sich vielleicht mal drum kümmern. Wäre ihm auf jeden Fall dafür sehr verbunden.

ein Linker hat gesagt…

@anonym von 12:55AM

Bitte gehe inhaltlich auf mich ein. Schau dir an was dir von meinem Kommentar nicht gepasst hat und geb deine Meinung dazu kund bzw. argumentiere.
Deine Definition von "Linker" ist für mich irrelevant.

Gruß,

ein Linker

Anonym hat gesagt…

^^Blödsinn. Du hast selber vielfach nicht auf den Text geantwortet, sondern Deine eigenen dumpfbackig-nationalen Interpretationen draus gemacht. Soll ich hier jetzt jeden Deiner kümmerlichen Absätze
auseinandernehmen, wie Du es glaubst mit dem Ursprungstext des Autors gemacht zu haben? Nee, lass mal stecken. Es gäbe nix leichteres als das, aber das wäre bei 'ner Type wie Dir wie Perlen vor die Säue ist. Da verschwende ich lieber woanders meine Zeit. Was ich rüberbringen wollte haber ich getan. Und was für Dich irrelevant ist, kratzt mich nun überhaupt nicht. Das ist nun mal die Definition von Linken. Aber wie gesagt: DU bist keiner!

Anonym hat gesagt…

Warum geht ihr auf diesen anonymen Nationallümmel überhaupt ein? Laßt ihn doch mit drei Liter grüßen. Kann uns doch egal sein.

ein anderer linker hat gesagt…

Nun wollen einem die Kleingeister schon erzählen, wer ein Linker ist und wer nicht. Dieser arrogante Anspruch der Deutungshoheit passt aber eindeutig ins Bild unserer tapferen antifaschistischen Reflexkämpfer hier, womit sie abermals unter Beweis stellen nichts verstanden zu haben. Anstatt eine inhaltliche und konstruktive Auseinandersetzung zu bemühen, werden wie auf Schießbefehl unreflektiert Symbole attackiert.
Wer Fahnenschwenker mit Nationalisten gleichsetzt, macht sich nicht nur lächerlich: Er verhindert auch für sich selbst eine klare, vorurteilsfreie Konfrontation mit diesem Problem, wodurch Lösungsansätze unmöglich gemacht werden!

Wann werdet ihr verstehen, dass international nicht antinational bedeutet?
Wann werdet ihr eure krankhafte Fixierung auf die Kriegsschuld eurer Eltern und Großeltern ablegen?
Wann werdet ihr beginnen eure Heimat zu lieben, eben WEIL ihr links seid und sie nicht den kapitaldarwinistischen Imperialisten überlassen wollt?
Wann werdet ihr aus eurer Maxime der Nicht-Abgrenzung die endgültigen Konsequenzen ziehen und zu androgynen, ursprungs- und identitätslosen Wesen werden?

Grüße,
ein anti-feministischer, „klima-skeptischer“ deutscher Linker.

Anonym hat gesagt…

raus mit Dir und wenns nach mir ginge, sofort - ich drück Dir sogar noch einen Fuffy in die Hand

Anonym hat gesagt…

Hallo zusammen,
wie tolerant die "Linken" mit anderen Meinungen umgehen, geht aus den diversen Kommentaren hervor. Kann nicht sicher sagen, wer das grössere Übel darstellt. Der Linksradikalismus steht dem Rechtsradikalismus nicht nach.

Schönen Gruß

Ein Nichtwähler, der gerne seine Deutschlandfahnen am Auto hat. :-)

PS: In den USA wird man komisch angeschaut, wenn man die Fahne nicht schwenkt.
In Deutschland ist es genau andersrum. Komische Welt.

Anonym hat gesagt…

der jugoslawienKrieg ist durch roter stern belgrad ausgebrochen. im halbfinale im bermuda dreieck zu bochum hab ich das erstemal menschen in deutschland auf der flucht erlebt. davon kein wort auf wdr, kein wort in der waz, nichts - schweigen. um 23:30 sind die nazis eingesickert, schüsse fielen und bereitschaftspolizisten sind im laufschritt mit "einszwei einszwei" vom schauspielhaus (sammelplatz) eingedrungen. und das war erst 2008. finster finster...

Anonym hat gesagt…

Meine Güte - geh heulen!