Leserbrief auf einen SPON-Artikel:
Guten Tag Herr Hengst,
Was Ihre Wortwahl angeht, so war Ihr Artikel über Sarah Wagenknecht leider auf dem Niveau der BILD-Zeitung.
Die Verteufelung der Person Wagenknecht's ist nur eine weitere Hetzjagd gegen das "Gespenst des Kommunismus".
Da stellt sich die Frage, wer hier die Geschichte nicht aufgearbeitet hat.
Das einseitige Verdammen der DDR als "Teufelsstaat" ist eine undifferenzierte Sicht der Dinge, welche Frau Wagenknecht vollkommen zurecht aufrüttelt.
Sie als "DDR-Nostalgikerin" und "Betonkommunistin" zu bezeichnen, liegt für gewöhnlich eher den Redakteuren des Springer-Konzerns. Vielleicht sollten Sie dort einmal anfragen - populistisch-antikommunistische Propagandaschreiberlinge werden dort immer gebraucht.
Mit freundlichen Grüßen
Marcel Kunzmann
DIE LINKE. Kreisverband Bodensee








7 Kommentare:
Uhhhh...dem hastes aber gezeigt. Einfach lächerlich sowas. Natürlich war nicht unbedigt alles schlecht in der DDR aber das ist eben genauso wie wenn eine Nachrichtensprecherin in einer Talkshow sagt, dass nicht alles schlecht war im Dritten Reich und diese Nachrichtensprecherin wurde dafür entlassen, dass Sie ihre Meinung vertreten hat.
Ich stimmt dem Artikelschreiber jedenfalls teilweise zu.
MsG
LaLi
Die DDR auf eine Stufe mit dem Dritten Reich herabzulassen ist armselig.
Ich stelle DDR und Drittes Reich nicht auf eine Ebene aber die DDR war bei weitem nicht Demokratisch sondern schlichtweg eine Diktatur. Was ich damit sagen wollte ist, dass man seine Meinung zwar immer offen vertreten darf, dafür allerdings auch die Konsequenzen tragen muss, die bei Frau Wagenknecht eben auch daraus besteht sich die Meinung eines Herrn Hengst anhören zu müssen. Das Beispiel mit dem Dritten Reich sollte nur verdeutlichen, dass man in der BRD eben nicht seine Meinung vertreten darf ohne dafür zu Rechenschaft gezogen zu werden.
MsG
LaLi
Natürlich wird die Genossin Wagenknecht von den Medien des Klassenfeindes dafür ziemlich gebasht. Was anderes war nicht zu erwarten. Deswegen wird SPON trotzdem enteignet :P
irgendwie klingt deine sprache noch recht dogmatisch...
Das SPON oder irgendeine andere Zeitung enteignet wird wage ich zu bezweifeln.Es wird niemals wieder jemand oder etwas enteignet, da die Zeit des Kommunismus vorbei ist, jedenfalls vorerst. Vielleicht wird irgendwann, irgendein Staat oder Mensch versuchen ihn durchzusetzen aber das werde ich nicht mehr erleben und du auch nicht. Dafür haben die Menschen zuviel Angst vor ihm, weil die westlichen Staaten sie (die Angst) schüren ihn verteufeln. Ich persönlich halte die Kommunistischeidee für gut und brilliant, allerdings bin ich Realist und bezweifle daher, dass er jemals funktionieren wird.
MsG
LaLi
Eine müßige Diskussion, weil sie in der Form von Prämissen ausgeht, die so nie vorhanden waren. Wir tun so, als habe es einmal einen globalen Weltenstreit gegeben, der sich zwischen Kapitalismus und Kommunismus abspielte. Doch das ist nur eine oberflächliche Betrachtung, denn faktisch unterschied sich die kommunistische Welt nicht vom Kapitalismus, war der eineiige Zwilling. Es war - um mit Orwell zu sprechen - unmöglich, zwischen Mensch und Schwein zu unterscheiden. Eine neue Linke - die nicht parlamemtarisch gestaffelt sein kann - muß begreifen lernen, dass der Realsozialismus eine besonders rabiate Form des Raubtierkapitalismus war. In dieser Welt gab und gibt es keine Alternativen. Alles ist Teil eines Ganzen, das zuweilen so schopenhauerisch-depressiv ist, dass man sich in einem Jammertal gefangen sieht.
Ich habe mich bei ad sinistram mit dem homo sovieticus auseinandergesetzt, der gerade heute wieder, in Zeiten der Glorifizierung des Werktätigseins, eine Renaissance erlebt.
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