Samstag, 29. September 2007

Der große Ausverkauf

Es war kein Abend wie jeder, als ich vor einigen Tagen in ein kleines Kulturkino abseits der Stadt ging, in Florian Optiz's Film: "Der große Ausverkauf". Eine schockierende Dokumentation über die schrecken der Privatisierung, den Heuschreckenkapitalismus sowohl in Lateinamerika, Afrika als auch hier in Mitteleuropa.

Anhand von schicksalhaften Protagonisten erzählt Florian Optiz die Geschichte des Kampfes für Gerechtigkeit, wie zum Beispiel in Südafrika: Bongani Lubisi, der 32-jährige Vater von zwei Kindern, kämpft im Südafrikanischen Township Soweto dafür, dass auch arme Familien Anschluss an das Stromnetz erhalten. Die privatisierte Firma Eskom hob die Preise für Strom um ein vielfaches an, weshalb tausende Südafrikaner heute im Dunkeln sitzen und ihre teils willkürlich berechneten Stromrechnungen nicht mehr bezahlen können. Bongani Lubisi versucht, mithilfe von Freunden, die alle dem Verein „Soweto Electricity Crisis Committee“ (SECC) angehören, den Armen den Strom illegal wieder anzuzapfen. Er riskiert dafür die regelmäßigen Verhaftungen und Gefängnisstrafen, die ihm aufgelegt werden.

Ein anderes Beispiel: Durch die Privatisierung der Britischen Eisenbahn und die Aufteilung der selbigen in über 20 kleine Einzelunternehmen leidet der Südenglische Lokführer Simon Weller unter immer größer werdendem Druck mit immer geringerer Bezahlung. Die Sicherheitsstandards sind nach der Privatisierung so immens gesunken das inzwischen das Schienennetz wieder verstaatlicht wurde, um wenigstens Ansatzweise Sicherheit zu gewährleisten. Die auf Profit und Dividenden für ihre Aktionäre bedachten Konzerne geben dabei keinen Cent mehr als nötig aus um den Schienenverkehr rudimentär erhalten zu können. Das Ergebnis: Verfallene Bahnhöfe, heruntergekommene Loks und Verspätungen.

Im Film folgen noch zwei weitere Protagonisten diesem Beispiel und zeigen die Folgen des Heuschreckenartigen Ausverkaufes unserer Grundversorgung. Der Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph E. Stieglitz sagte dazu:

„Ich habe einmal bestimmte Aspekte der Wirtschaftspolitik mit moderner Kriegsführung verglichen. In der modernen Kriegsführung versucht man zu entmenschlichen, das Mitgefühl zu beseitigen. Man wirft Bomben aus 15 000 Metern, aber man sieht nicht, wo sie landen, man sieht keine Schäden. Es ist fast wie in einem Computerspiel. Man spricht von „body counts“. Das entmenschlicht den Prozess. Genauso ist es in der Wirtschaft: Man redet über Statistiken und nicht über die Menschen hinter diesen Statistiken.“

Quellen:

http://www.dergrosseausverkauf.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_gro%C3%9Fe_Ausverkauf

Freitag, 28. September 2007

Nochmals ein Video zum Thema Überwachung...

Sorry, das ist jetzt wirklich erstmal das letzte Video zu diesem Thema.


Dienstag, 25. September 2007

Musik gegen den Überwachungsstaat

Hier ein Lied der Punkrockband "ZSK", welches mit einem topaktuellen Video unterlegt wurde und auf YouTube zu finden ist:


Samstag, 22. September 2007

Mehr Sicherheit durch Videoüberwachung?

Hebt Video-Überwachung die Sicherheit? Nein – im Gegenteil!

Karl Weiss - Ein überwiegender Teil der Öffentlichkeit im deutschsprachigen Raum meint, mit Video-Überwachung werde mehr Sicherheit erreicht. Die Kaste der unsäglichen Politiker fordert denn auch oft Video-Überwachung oder weiht gerne neue Kameras ein und hofft, so würden die Bürger vielleicht vergessen, was man mit ihnen macht: Arbeitslosigkeit, Lohnkürzungen, Hartz IV, Rente mit 67, bald mit 70, Überwachungsstaat, usw. Nun hat sich ein Mann in seiner Magisterarbeit in Politik des Themas angenommen: Bringen die Kameras wirklich mehr Sicherheit?


Quelle: http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/4278296/

Freitag, 21. September 2007

Abschussbefehl?

Dienstag, 18. September 2007

Berlin oder Weimar?

Jung rekrutiert befehlstreue Piloten für Alarmrotten

Die Vorsorge ist bereits getroffen: Das Verteidigungsministerium hat sich laut einem Bericht abgesichert, dass es bei einem Befehl zum Abschuss einer entführten Zivilmaschine nicht zur Verweigerung kommt. Die zuständigen Alarmrotten-Piloten seien "hundertprozentig zur Befehlsausübung" bereit.

Quelle: Spiegel

Es läuft einem eiskalt den Rücken runter, wenn man wahrnimmt, welch nihilistische Zeitgenossen an den Schalthebeln der Macht sitzen. Da werden Entscheidungen des Bundesverfassungsgericht verworfen, als wären sie gutgemeinte Empfehlungen und keine Verpflichtungen, während sich nebenbei der feine Herr Verteidigungsminister ein Freikorps rekrutiert - ganz wie es deutscher Tradition entspricht.

Mag der Terminus "Verteidigungsminister" seine Berechtigung gehabt haben, als man einst dazu stand, eine Verteidigungsarmee zu unterhalten. Heute aber, gerade unter Jung, ist diese Begrifflichkeit euphemistische Verblendung. Unter seiner Herrschaft - man ist geneigt diesen absolutistischen Ausdruck zu nutzen - wurde darüber sinniert, die Bundeswehr zur Angriffsarmee zu "modernisieren", um die Interessen der Bundesrepublik überall auf der Welt zu vertreten. Der "Platz an der Sonne" wird unter dieser Regierung wiederbelebt.

Und nun nimmt dieser Herr nicht nur den Krieg auf internationaler Ebene in Kauf. Er forciert auch den War against People, erklärt dem Bürger den Krieg, indem er ihn wissen läßt, daß er im Falle einer Flugzeugentführung nicht mit Hilfe seitens des Verteidigungsministeriums zu rechnen hätte. Ein latent gepflegter Größenwahn, läßt vornehmlich Unionspolitiker in eine Gottesrolle schlüpfen: Sie wollen über Leben und Tod entscheiden; wollen über Wert und Unwert einzelner Schicksale thronen.

Jung ist, gleich Schäuble, ein Weimarer Charakter, also der Typus Politiker, der die Menschen dazu bringt, sich skeptisch über das Wesen der Demokratie auszulassen. Jene verunglimpfen mit ihrem Verhalten Politik, lassen zu, daß man die politische Kultur als "Plauderbude" oder "Zirkus" abtut, rauben der Republik die Berechtigung. Man fragt sich, was Demokratie bewirken soll, wenn es gerade die Niederträchtigen und Morallosen sind, die sich den Weg zur Macht bahnen; und da driften Menschen ab und warten auf eine starke, einigende Hand, auf eine Person, die zu führen vermag. Diese Herren, und einige andere ebenso, rauben das letzte Fünkchen Vertrauen und Zuversicht, das man haben könnte, wäre man Optimist.

Die Berliner Republik wird zur Weimarer Republik, nicht zuletzt auch, weil sich Machtmenschen Freikorps schaffen.

"Entartete" Kunst

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner behauptete kürzlich erst das Kunst ohne Gottesbezug "entartete" Kunst sei, womit er sich auf die selbe Stufe der Nazis stellt, welche ebenso Kunst die gegen ihr perdides Weltbild war als "entartet" bezeichneten.

Und solche Worte von einem Mann, der doch so humanitären Katholischen Kirche welcher auch an Aids krepierende Menschen der 3. Welt total egal sind.

Quelle:

WELT ONLINE

Montag, 17. September 2007

Mit Internetspielen gegen Ausländer

Kurz vor den Parlamentswahlen profiliert sich die national-konservative SVP durch Hetze gegen Ausländer. Mit einem Spiel, in dem ein Schafbock schwarze Schafe aus dem Land kickt. VON MAX HÄGLER

In Alpenidyll verpackte Fremdenfeindlichkeit: "Zottel rettet die Schweiz" Foto: Screenshot

Quelle: taz.de

Die Schweiz kippt nach rechts.
Eine Umfrage der "SRG SSR idée suisse" vom vergangenen Freitag ergab, laut taz.de, dass die SVP mit 26 Prozent an der Spitze steht.
Vor den Sozialdemokraten die bei 23 Prozent stehn.

Sonntag, 16. September 2007

/Humor: Der Punkkater

Mein Punkkater, seit neuestem Mitglied bei den anonymen Katzenalkoholikern e.V.
Gestern auf ner Party aufgenommen (Danke an Fabi für die professionelle Textilausrüstung):



Am frühen Abend



Spät in der Nacht

Samstag, 15. September 2007

Freud lässt grüßen.

Derzeit auf der "Nachrichten"-Seite von Bild.de:

"Europa: Edmund Stoiber übernimmt EU-Spitzenposition zum Demokratieabbau"

Mit Dank an Carsten S. und Benjamin K. für den sachdienlichen Hinweis.

Nachtrag, 19.20 Uhr: So ist es richtig.

Quelle: BILDblog.de



Im namen der Links-Schreibung werde ich in Zukunft auftretende Fehler verbessern und festnehmen.
Womöglich werde ich auch das eine oder andere hier reinschreiben, wenn mir danach ist.

Freitag, 14. September 2007

Manipulation durch Musik

Im Supermarkt, im Restaurant, im Fahrstuhl - Musik ist überall. Forscher haben herausgefunden, dass wir mehr Geld ausgeben, wenn bestimmte Musik läuft. Und dass Geschäftemacher das ausnutzen.

Quelle: ARD

Donnerstag, 13. September 2007

Propagandaministerien

Ministerien rüsten massiv beim PR-Personal auf

In einigen Bundesministerien hat die Zahl der Öffentlichkeitsmitarbeiter in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Vor allem im Auswärtigen Amt gab es einen üppigen Stellenzuwachs, wie jetzt aus einer Antwort der Bundesregierung hervorgeht.

Quelle: Spiegel


Betreibt man Politik, die nicht nur für den Bürger kaum nachvollziehbar ist, sondern - schlimmer noch - gegen die Interessen der Allgemeinheit geht, so bleibt ein Schönwettermachen die letzte Option, den politischen Entscheidungen einen Anstrich von moralischer Legitimität zu verschaffen. Zur Durchsetzung und Festigung des politischen Kurses gilt als Handwerk: Immer gleiche Schlagworte, einfache Kausalzusammenhänge, stetes Wiederholen und nochmals Wiederholen, festes Beharren auf die Richtigkeit der Entscheidung. - Dies nennt man gemeinhin Propaganda und damit hat man Erfahrung in Deutschland.

So erklärt sich das Heer der Propagandisten, welches nun benötigt wird. Und die Liste dessen, was dem Bürger schmackhaft zu machen ist, ist lang. Vieles hat er gar schon gefressen, aber auch das Gefressene muß immer wieder auf seine Nahrhaftigkeit begründet werden, um keine Zweifel aufkommen zu lassen.

Hartz-Reformen, gegen das Gleichheitsprinzip verstoßendes Elterngeld, Kriegspolitik und Remilitarisierung der Gesellschaft, zur Exklusion führende Integrationspolitik, Privatisierungswahn, Demographielügerei mitsamt dem Schlechtreden der umlagenfinanzierten Rente... die Liste ist beliebig erweiterbar. Ob dazu der in manchen Ministerien bis zu 250 Prozent gemessene Zuwachs an "Werbefachleuten" ausreicht?

"Die Menge wird sich immer denen zuwenden, die ihr von absoluten Wahrheiten erzählen, und wird die anderen verachten." - Gustave Le Bon, "Psychologie der Massen"

Mittwoch, 12. September 2007

Links im Süden bekommt Verstärkung!

"Links im Süden" hat Verstärkung bekommen: Seit gestern arbeiten Joaquín Roberto und Tommy bei unsrem kleinen Blog mit, erster hat sich schon vorgestellt, Tommys Vorstellung folgt.
Nun wird es wesentlich mehr zu lesen geben, welches auch Inhaltlich wesentlich qualitativer werden wird!

Ein Schuljahr weniger: Kapitalistische Kaderbildung

Ein Schuljahr weniger - Wie man aus Kindern Manager macht

Frontalunterricht und Selektionsdruck nehmen zu. Freizeit gibt es kaum noch. Eltern verlangen verstärkt Antibiotika für ihre Kinder, um Fehlzeiten abzukürzen. Was die neuerdings acht Jahre lange Gymnasialzeit mit den Schülern macht.

Quelle: FAZ

So sieht ein Schulwesen aus, welches sich an den Vorgaben der Arbeitgeberschaft orientiert. Der Schüler - das Kind, um es konkreter zu machen - wird zum Spielball kapitalistischer Interessen, soll in seiner Ausbildung möglichst günstig, d.h. möglichst zügig, voranschreiten und nachher möglichst effektiv, d.h. zeitlich möglichst lange, ausgebeutet werden. Hier spielt der konkrete Mensch, das Individuum, keine Rolle mehr. Lerngeschwindigkeit, notwendige Erholungszeiten, schlichtes Kindsein: Relikte vergangener Tage! Man züchtet sich Soldaten des Systems heran.

Um die Geisteswissenschaften steht es schlecht. Zu wenig Profit läßt sich damit erzielen, weswegen sie ins Hintertreffen geraten. Stück für Stück werden sie aus den Universitäten verbannt. Es drängt sich auf, was die Studentenbewegung 1968 schon als Slogan gebrauchte: Bildung statt Ausbildung! Alleine ein Lernen und Heranziehen um die Notwendigkeiten - das was man dafür hält - des Marktes zu befriedigen ist unzureichend. Der junge Mensch hat ein Anrecht darauf, umfassend gebildet zu werden, auch in Bereichen, die im aktiven Arbeitsleben vielleicht kaum gebraucht werden.

Das Recht auf Bildung bleibt leere Worthülse, wenn Lerninhalte nur nach Brauchbarkeit Einzug in den Lehrplan finden; wenn sich Lernzeiten nicht nach dem einzelnen Schüler richten; wenn dadurch dem Schüler private Spiel- und Erholungszeiten gestohlen werden.

Der Schüler, später der Student, darf nicht zum marktbeeinflußten Kosten-Nutzen-Faktor erniedrigt werden. Jenes, was sich in einem verdächtigen Euphemismus G8 nennt, zielt aber auf das Gegenteilige ab. Hier wird der junge Mensch zum Manager gemacht, wie die FAZ vornehm und brav feststellt... treffender wäre allerdings: Hier wird das Kind zum Ausbeutungsobjekt ernannt. Oder, um es mit den Worten Kants wiederzugeben: In diesem Falle ist das Dasein dieser Menschen lediglich Mittel, nicht aber Zweck.

Dienstag, 11. September 2007

Auch in Bayern gibt es Sozialisten...

Der Zufall führte mich hierher. Eigentlich gab ich die Hoffnung auf, im Internet eine ernstzunehmende, sozialistische Plattform zu finden, doch da betrat "Links im Süden" mein Blickfeld und es gefiel. Und so - nach einigem Überlegen - entschloss ich mich diesem Projekt beizuwohnen.

Und wirklich scheint der Projektname wie für mich geschaffen. Ich bin Sozialist und lebe im Süden dieser in Agonie liegenden Republik. Mitten in Bayern schlägt ein linkes Herz, mitten in der katholisch-konservativen Provinz. Dort, wo bereits das Teilen des Abendessens als grundkommunistischer Akt bewertet wird, wo rechts neben den Christsozialen nicht mal die NPD Platz hat.

Die Engstirnigkeit des bayerischen Provinzkolorits, die unpolitische Unwissenheit innerhalb Bayerns, die sich aber politisch und weltoffen bemäntelt, ließen mich zum Sozialisten werden. Würde man mich fragen, warum ich Sozialist sei, so müßte ich antworten, daß dies die einzige Chance der Menschheit ist, zumal diese reicher ist, als sie es je zuvor war. Die Weltgesundheitsorganisation hat ermittelt, daß jeder Mensch dieser Erde, täglich mehr an Lebensmittel haben könnte, als er benötigt. Einzig fehlende Infrastruktur und mangelnde Bereitschaft der Industrienationen lassen Menschen hungern - diese Erkenntnis alleine ist Grundlage genug, sich der sozialistischen Idee anzuschließen.

Gleichwohl hänge ich keinem wissenschaftlichen Sozialismus nach, folge ihm nicht aus Vernunftsgründen, die da lauten könnten: Do ut des ("Ich gebe, damit Du gibst."), sondern erlaube mir den Sozialismus als menschliches Grundbedürfnis zu betrachten. Die Rationalisierung der sozialistischen Idee, also jenes, was den Menschen zum Kosten-Nutzen-Faktor degradiert, entspricht nicht meiner sozialistischen Auffassung. Entweder er ist Herzensangelegenheit und damit Grundrecht und -bedürfnis oder er ist Wissenschaft und geht damit am Individiuum vorbei.

Noch ist die sozialistische Idee zukünftige Musik. In der Vergangenheit liegen Versuche, die sich mit dem edlen Prädikat "Sozialismus" schmückten, doch daran sollten wir uns nicht messen lassen. Nicht das Kollektiv darf Weg sein, sondern der Einzelne ist das Ziel; nicht Einheitsfront, sondern Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten; nicht nationale Eigenbrödelei - Sozialismus in einem Land -, sondern globaler, kulturübergreifender Internationalismus.

In diesem Sinne, laßt uns über einen neuen Weg sinnieren... ab heute mit mir innerhalb des "linken Südens".

Montag, 10. September 2007

Nachtrag: Bisher hat mans ohne Rechtsgrundlage gemacht

In einem Interview gibt Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble ganz offen zu, das man Onlinedurchsuchungen bisher durchgeführt hat - ohne Rechtsgrundlage versteht sich. Schäuble handelt also nach dem Prinzip: Erst handeln, dann im Nachhinein legalisieren.
Wobei noch nicht mal klar ist, das diese verübten Verbrechen im Nachhinein zum Recht des Staates werden können.

"... das diese Möglichkeit besteht in eng begründeten Ausnahmefällen auf den Computer Zugriff zu haben. Dazu braucht man eine Rechtsgrundlade, bisher hat mans ohne gemacht."


Sonntag, 9. September 2007

Eine Onlinedurchsuchung hat stattgefunden

Am 06.09.2007 kam im heute journal die Meldung das ein Terroranschlag in Deutschland vereitelt wurde. Darin wurde berichtet, das Informationen durch eine eMail an die Ermittler kamen, welche lokal auf einem Rechner der Terroristen gespieichert war, jedoch nicht abgeschickt wurde. Die eMail war aber wie oben erwähnt den Beamten zugänglich, folglich hat eine Onlinedurchsuchung stattgefunden. Als Günter Jauch, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble diesen Vorwurf vermittelte, hieß die Antwort (O-Ton):
"Herr Jauch äh ich äh bin nicht befugt äh und es macht auch keinen Sinn zu Einzelheiten des Ermittlungsverfahrens Auskünfte zu geben [...]"

Der spannendste Teil dieses Interviews steht bei YouTube bereit:


Samstag, 8. September 2007

Dem Schäuble fehlen ein paar Schräuble

Diese weisen Worte sagte heute der FDP Generalsekretär Dirk Niebel der "Kölnischen Rundschau". So will der Bundesinnenminister nach den vereitelten angeblichen Terroranschlägen immer noch eine Online Durchsuchung ohne Richterlichen Beschluss. Interessanterweise hat Günter Jauch bei Stern TV um eine Stellungnahme gebeten wie denn die eMails dieser Terroristen ohne eine Onlinedurchsuchung gesichtet werden konnten, wenn sie doch nur lokal auf dem Rechner lagen. Daraufhin ist Schäuble mit : "äh.. ja darauf darf ich keine Auskunft geben und äh..." ausgewichen. Er war sich aber natürlich sicher das die Polizei soetwas nie tun würde.

Und als Jauch ihm dann entgegnete das die Ermittlungen doch hervorragend (angeblich) ohne Onlinedurchsuchung funktionieren würden, wollte Schäuble "keine neue Debatte" mehr lostreten und wich wieder aus.

Auch Beckstein, der nun mit seiner neuesten Erkenntnis schockt, das Konvertiten (zum Islam) besonders fanatisch seien und beobachtet werden müssen gesellt sich nun in die Ecke der bedenklichen Demokraten. So will Beckstein einige Konvertiten in besondere "Kommunen" abschieben, in denen ständige Beobachtung herrscht. Was sich hinter dem Begriff verbirgt bleibt schleierhaft.

Wie soll das nur weitergehen? Um mit Schäuble zu sprechen:

"Die rote Linie ist ganz einfach: Sie ist immer durch die Verfassung definiert, die man allerdings verändern kann." - Interview mit dem Spiegel am 9. Juli 2007, bmi.bund.de

Wenn mir was nicht passt, ändere ich es eben. Ganz einfach, oder?

Quellen:

http://de.wikiquote.org/wiki/Wolfgang_Sch%C3%A4uble
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID7423824_,00.html
WELT

Donnerstag, 6. September 2007

NPD in Sachsen überholt SPD

Die NPD ist einer neuen Umfrage zufolge die Gewinnerin der sächsischen Regierungskrise. Die Rechtsextremen überrunden erstmals die SPD. Die Partei ist erschüttert, auch für Politikforscher sind die Zahlen dramatisch.

Die SPD käme auf 8 Prozent, die NPD auf 9.
Die NPD bejubelte die Zahlen in einer Pressemitteilung als "wirklich sensationell" und als Ergebnis dessen, "dass wir uns nicht an medialen Hetzkampagnen gegen unsere eigenen Landsleute wie in Mügeln beteiligen", die "geradezu rassistisch" seien: "Keine Angst, die nächsten Wahlen kommen bestimmt."

Das einzig gute an der Sache: Die Linke kommt auf 27%


Quelle:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,504323,00.html

Mittwoch, 5. September 2007

Schäuble wegtreten!



Noch einmal der Aufruf: Schäuble wegtreten!

US Soldaten spielen Fußball mit Kopf eines Zivilisten

Kürzlich gab ein Deserteur der US-Armee im Irak dem Schweizer "Tagesanzeiger" ein Interview, in dem er schilderte, wie US-Soldaten in Ramadi mit dem Kopf eines enthaupteten Irakers Fußball spielten. Und sich dabei amüsierten. Daraufhin fragte er sich: Wer ist eigentlich der Feind hier? Sind die Leute, die hier leben Terroristen, oder sind wir zu Terroristen geworden?

Ein Mann wird von einer Brücke gestoßen und ertrinkt, ein anderer erstickt beim Verhör, ein verletztes Kind wird erschossen - alles im Namen des Gesetzes? Viele Mitglieder der US-Streitkräfte haben offenbar überhaupt kein Gespür dafür, wie sie sich bei Militäraktionen oder Verhören gegenüber Zivilisten zu verhalten haben - das legen Gerichtsprotokolle nahe.

Fast 10.000 Seiten Gerichtsakten über 22 Fälle von Kriegsverbrechen hat die amerikanische Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) ausgewertet und festgestellt: Kaum ein Soldat hat ein Unrechtsbewusstsein für seine Taten entwickelt. Im Gegenteil: Selbst wenn sie hilflose Zivilisten töteten, glaubten sie im Rahmen des Gesetzes zu handeln.

Ein junger irakischer Chirurg bezeugt die Schrecken des Krieges: “Sogar während sie operierten wurden Ärzte durch US Soldaten erschossen”

Der Deserteur, Joshua Key war ein einfacher Soldat und glaubte den Versprechen des Militärs, unterschreibt auch die Warnung des Militärs: "Desertieren im Krieg bedeutet den Tod durch das Exekutionskommando", zerbricht dann aber an der grausamen Realität des Krieges.
Seine Kompanie kontrollierte Straßenkreuzungen und durchsuchte Häuser, meistens mitten in der Nacht. Dabei sei es üblich gewesen, die Zivilisten zu schlagen. Wer sich wehrte, wurde erschossen. «Schmuck, Geld, alles, was uns zusagte, nahmen wir mit», berichtet er.

Dabei wurden auch Zivilisten erschossen, welche nur anti-amerikanische Literatur und Waffen besaßen. Ein anderer Soldat wurde wegen Misshandlung eines Jugendlichen verurteilt: Er hatte den Teenager mit der Waffe bedroht und ihn gezwungen, während eines Verhörs eine entsicherte Rauchgranate in Händen zu halten. Doch es wird noch schlimmer:
US-Besatzer entführten die sechsjährige Maryam Abdallah auf dem Heimweg von ihrer Grundschule in Al-Habbaniyah. Sie sperrten das Mädchen in einen Humvee.
Die Besatzer ermordeten vier Jugendliche, die versuchten das kleine Mädchen aus ihren Fängen zu befreien.

Chief Warrant Officer Lewis Welshofer bestand demnach auch nach dem Urteil darauf, dass die Techniken angemessen waren und gängigen Standards entsprachen. "Es ist nun einmal so, dass eine Befragung hart sein muss, wenn man Informationen bekommen will", wird aus einem Gnadengesuch Welshofers an das Gericht zitiert. "Mit anderen Worten, ein Verhör, das nicht hart geführt wird, ist kein Verhör - es ist eine Unterhaltung."

Das ist also das Militär der freiheitsliebenden Vereinigten Staaten von Amerika, welche Kuba schärfstens Verurteilen...
In einem so christlichen Land, in welchem mancherorts noch die Todesstrafe herrscht kann man wohl von der Armee nichts anderes erwarten.

Quellen:

http://worldcontent.twoday.net/stories/4093110/
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,503804,00.html
http://www.albasrah.net/pages/mod.php?header=res1&mod=gis&rep=rep
Bilder aus dem Irak (nichts für schwache Nerven)

Weiterführende Informationen:

http://www.albasrah.net/de/



Frage: So viel Menschliches Leid für Öl? Anscheinend scheinen die Menschen in den Regierungen von all dem nichts mitzubekommen, anders kann ich mir nicht erklären warum jemand wie George W. Bush beim G8 Gipfel am Verhandlungstisch sitzt und nicht irgendwo in einer dunklen Gefängniszelle.

Montag, 3. September 2007

Nachtrag zu: Darum benutze ich kein Windows

Bodo Wartke, Kabarettist... genau meine Meinung:

Stupide Hetze gegen die Linke

Kürzlich habe ich ein Video bei YouTube gefunden, welches die Linke als angeblich "größte Gefahr unserer Freiheit" darstellt. Im folgenden möchte ich eine Analyse und Gegendarstellung abgeben:

Zu dem Video an sich ist nicht viel zu sagen, es ist im Grunde genommen nur eine Aneinanderreihung von aus dem Kontext gerissenen Wortfetzen aus Reden der Bundestagsabgeordneten der Partei. Danach kommt eine kitschige DDR Show von der Mauer und den Verbrechen dieses Systems.

Dabei hat sich Die Linke klar von der DDR und dem dort beganenen Unrecht distanziert und schon 1989 alle Politbüromitglieder und Stasi-Offiziere ausgeschlossen. Es folgte eine Umbenennung und vollständige Demokratisierung der Partei.
Auch in den Programmatischen Eckpunkten findet sich das direkte Gegenteil von der schaffung einer Diktatur:

  • "Der »gläserne« Mensch, ist für DIE LINKE kein hinnehmbares Leitbild." (1)
  • "[...] Wir fordern: Stärkung des Rechts, selbst über seine Daten verfügen zu können, gegenüber dem Zugriff im öffentlichen Interesse."
  • "Verbraucherschutz muss ausgeweitet werden." (2)
  • "Dieser Gewalt-Logik widersetzen wir uns. Ein Umdenken hin zu einer Politik des Friedens und der Abrüstung ist notwendig." (3)
  • "Wir fordern: Die Abschaffung der Wehrpflicht und die Einführung einer Berufs- und Freiwilligenarmee, die auf 100.000 Personen beschränkt wird." (4)
  • "Dabei gibt es neue und auch wachsende Möglichkeiten für ein Leben in Gerechtigkeit, Demokratie und Frieden. Doch sie werden von zerstörerischen Prozessen blockiert." (5)
  • "Unsere Alternative zu diesem entfesselten Kapitalismus ist die solidarische Erneuerung und konsequent demokratische Gestaltung der Gesellschaft." (6)
  • Gregor Gysi sagte bei einer Rede auf einer Massenkundgebung am 4. November 1989 folgendes:
    "von der russischen Sprache haben wir nur das Wort Datscha übernommen. Ich finde, es ist Zeit, zwei weitere Worte zu übernehmen: nämlich Perestroika und Glasnost. Und wenn wir dies auch inhaltlich vollziehen, wird es uns gelingen, die Begriffe DDR, Sozialismus, Humanismus, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu einer untrennbaren Einheit zu verschmelzen."

So sieht also das Weltbild einer Partei aus, die angeblich eine Diktatur errichten will. Und das waren nur einige Auszüge. Wer sich weiter durch alle Dokumente liest, insbesondere im Bereich der Basisdemokratie wird schnell merken, das Die Linke eben die Rechte des Bürgers fördern und ausweiten will und absolut gar nichts von einer Diktatur im Sinn hat.

Eine Diktatur erfordert eine starke Armee, aber das ist ja durch (3) und (4) schon mal nicht gegeben. Natürlich bliebe die total abwegige Position das das alles nur Tarnung ist und irgendwann wenn die Partei an der Macht ist, plötzlich eine Diktatur errichtet wird, aber (!):

  1. Würden das die Mitglieder, also die Parteibasis nicht mittragen
  2. Demzufolge die Partei schnell an Mitgliedern verlieren würde
  3. Das durch das Grundgesetz, welches Die Linke in seiner jetzigen Form schützen und erhalten will verhindert werden würde
Folglich fällt auch diese Option eindeutig weg (die ja sowieso unrealistisch ist).

Nun frage ich mich: Woher nehmt ihr dann die Beweise? Das innerhalb der Partei SED Mitglieder sind ist wohl kaum ein Beweis. Würde diese tatsächlich noch so an der DDR hängen, hätte dieses Parteiprogramm wohl kaum verabschiedet werden können.

Im Prinzip läuft das alles nur aus furcht vor der starken Konkurrenz von links, die den etablierten Parteien die Stimmen wegnehmen wird und will, da sie frischen Wind ins Parlament bringt. Da bleibt einem nur noch stupide Hetze und unhaltbare Unterstellungen.

Sonntag, 2. September 2007

Regio: Unser lieber Genosse Mirko

In einem Artikel in der Schäbigen Zeitung gab unser lieber Kreisvorsitzender Mirko folgendes bekannt:



Endlich kommt mal ein bischen Feuer in unser eingeschlafenes Oberschwaben!
Mal sehen was die Kommunalwahlen 2009 so bringen.
Unsere Wahlkampfwebsite lautet: www.ravensburg2009.de
(womit wir den anderen Parteien die beste Domain weggeschnappt haben)